Gemeinde startet zweiten Anlauf bei der Suche nach einem Küster / Ehrenamtliche helfen aus

„Gesicht von St. Marien“ gesucht

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Pastor Florian Moitje hofft, schon bald einen neuen Küster für die Kirchengemeinde St. Marien zu finden. Die Stelle wurde nun ein zweites Mal ausgeschrieben.

Uelzen. In der Kirchengemeinde St. Marien ist derzeit jede helfende Hand gefragt. Der Grund: Seit der ehemalige Küster Willy Strothmann, wie berichtet, die Uelzener Gemeinde zum Ende letzten Jahres verlassen hatte, ist noch kein Nachfolger gefunden worden.

„Wir spüren in der alltäglichen Arbeit schon, dass jemand fehlt“, erklärt St. Mariens Pastor Florian Moitje. Die Stelle wurde zum 1. Januar das erste Mal ausgeschrieben. Bereits im Dezember habe man einen Bewerber eingearbeitet, so Moitje, dieser habe die Stelle dann aber aus privaten Gründen nicht angetreten. „Jetzt stehen wir quasi wieder am Anfang des Besetzungsverfahrens.“

Dieser Umstand stellt die Gemeinde nun vor eine Reihe an Herausforderungen: „Wir haben Gott sei Dank Ehrenamtliche, die einspringen“, erklärt der Pastor. Besonders bei der Vorbereitung von Gottesdiensten helfen sie. Und dennoch: „Viele Aufgaben mussten wir jetzt fremd vergeben“ – die Reinigung von Kirche und Kirchplatz zum Beispiel und der Schneedienst.

Es fehle in erster Linie ein Ansprechpartner, „der die Dinge in die Wege leitet und sich auskennt“, benennt Florian Moitje den Kern der Problematik. „Es ist so einfach komplizierter, als wenn man weiß, da ist ein kompetenter Mann, der weiß, was ansteht.“

Im zweiten Anlauf wird die Stelle des Küsters nun auch überregional ausgeschrieben. Davon erhoffe man sich „mehr Vielfalt“ bei den Bewerbungen. Besonders in Nordrhein-Westfalen und im Rheinland seien im vergangenen Jahr viele Stellen für Küster gestrichen worden, weiß Moitje zu berichten. Grundsätzlich komme aber auch jemand ohne entsprechende Berufserfahrung in diesem Bereich für die Stelle in Frage. Florian Moitje: „Es muss jemand sein, der sagt: Ich lasse mich auf Kirche ein und das, was da passiert“, jemand mit handwerklichem Geschick und einem „Gespür für Veranstaltungen“. Konzerte, Gottesdienste, Hochzeiten – der Küster, sagt Moitje, müsse obendrein dazu bereit sein, auch am Wochenende zu arbeiten.

An Bewerbungen mangele es aber nicht. Dass die Stelle des Küsters für die Kirchengemeinde St. Marien erst zum ersten April ausgeschrieben ist, liege darin begründet, dass man sich Zeit nehmen wolle, den richtigen Nachfolger für Willy Strothmann zu finden. Der Küster sei ja schließlich auch eine „wichtige Person“ für die Gemeinde, bekräftigt der Pastor und spricht von einem „Gesicht von St. Marien.“

Von Anna Petersen

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