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Uelzen: Geringere Kosten für Umbau der alten Bezirkssportschule

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Von: Norman Reuter

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In dem Gebäude am Ilmenau-Ufer war früher eine Sportbezirksschule zu finden. Jetzt sind der Kreissportbund und Radio Zusa die Mieter.
In dem Gebäude am Ilmenau-Ufer war früher eine Sportbezirksschule zu finden. Jetzt sind der Kreissportbund und Radio Zusa die Mieter. © Reuter, Norman

Angesichts gestiegener Baupreise wurde neu geplant und kalkuliert: Der Umbau der alten Bezirkssportschule in Uelzen soll nun statt 3,5 Millionen Euro noch 2,55 Millionen Euro kosten. „Wir bekommen jetzt keinen Mercedes mehr, sondern einen Polo. Aber das Auto fährt“, sagt der Erste Stadtrat Dr. Florian Ebeling.

Uelzen ‒ Die Sanierung der alten Bezirkssportschule in Uelzen gehört zum Vorhaben, am Ilmenau-Ufer ein modernes, wettkampftaugliches Sportzentrum zu schaffen. Dabei sind die Kosten für die Arbeiten in der alten Bezirksschule wie auch für eine neue Turnhalle des Lessingsgymnasiums und für den Umbau des Rasenplatzes zu einer Leichtathletik-Anlage deutlich gestiegen. Wie nun die Hansestadt während der jüngsten Sitzung des Sportausschusses berichtet, wurden die Baupläne für die alte Bezirkssportschule überarbeitet und die erwarteten Kosten gedrückt.

Wie Uelzens Erster Stadtrat Dr. Florian Ebeling ausführt, waren ursprünglich eine Million Euro für die Sanierung des Gebäudes, in dem der Kreissportbund (KSB) und Radio Zusa Mieter sind, angesetzt. Diese stiegen zwischenzeitlich auf 3,5 Millionen Euro. Um das Projekt dennoch realisieren zu können, habe das Gebäudemanagement Uelzen/Lüchow-Dannenberg die Pläne überarbeitet und sei letztlich auf einen Betrag von 2,55 Millionen Euro gekommen.

Das Gebäude soll zukünftig mit Konferenzräumen ausgestattet sein, um auch dort Veranstaltungen zum Sport stattfinden zu lassen. Nach Angaben Ebelings ist weiterhin geplant, das Haus barrierefrei zu gestalten. Anstelle des Fahrstuhls werde aber ein Lift eingebaut und dadurch die Kosten verringert. Zudem sei die Raumanordnung noch einmal verändert worden, die Funktionalität aber weiterhin gegeben. „Wir bekommen jetzt keinen Mercedes mehr, sondern einen Polo. Aber das Auto fährt“, zog der Erste Stadtrat einen Vergleich.

Stefan Hüdepohl (CDU), der sich im Sport engagiert, wirbt noch einmal für das Projekt: „Wenn die Anlage fertig ist, wird das auch wieder den überregionalen Sport in die Stadt ziehen“, ist der Christdemokrat überzeugt. Er lädt jetzt bereits jeden Verein und Verband dazu ein, die Anlage mit Leben zu füllen.

Mario Miklis, Erster Vorsitzender des KSB, schildert, dass unabhängig von einem Umbau zu einem Sportzentrum in der alten Bezirkssportschule Arbeiten nötig seien. „Das Gebäude ist grundsätzlich fällig“, sagt Miklis.

Der Sportausschuss befürwortet, das Projekt weiter voranzutreiben. Das letzte Wort hat der Rat der Hansestadt. Für die Turnhalle und Leichtathletik-Anlage ist der Landkreis zuständig. Auch vonseiten der Kreispolitik gab es schon das Votum, dass trotz der Gesamtkosten im zweistelligen Millionen-Bereich an dem Vorhaben festgehalten werden soll.

Zu dem Vorhaben gibt es auch einen Förderbescheid des Bundes. Um an diese Mittel zu kommen, müssen der Umbau der Alten Bezirksschule, der Neubau der Turnhalle und der Bau der Leichtathletik-Anlage aber bis zum 31. Dezember 2024 realisiert sein, so der letzte bekannte Stand.

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