Gerdautaler Bauernmarkt – wo sich Tradition mit modernem Leben verbindet

Die Region an einem Nachmittag

Traditionelle Handarbeiten und Handwerk, schöne Dekorationen und viele Verlockungen mehr machen den Besuchern die Auswahl schwer.

Klein Süstedt. „Wachstum braucht Wasser“, hieß es bei der Eröffnung des Gerdautaler Bauernmarkts in Klein Süstedt. Und weder die Veranstalter noch die zahlreichen Besucher ließen sich vom einsetzenden Regen die Stimmung verderben.

„Ja, wir befinden uns auf einem Markt der Begegnung und werden in die reizvolle Idylle des Landlebens eintauchen“, begrüßte Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Heuer Gäste und Akteure unter dem aufgespannten Regenschirm. „Die Veranstalter haben alles dafür getan, dass Sie mächtig viel Spaß haben und sich auf dem Markt wohlfühlen können“, würdigte er die umfangreichen Vorbereitungen der ländlichen Akteure.

Es konnte sich sehen lassen, was Landfrauenverein, Landwirtschaftlicher Verein, Verkehrsverein, Freiwillige Feuerwehr und die ganze Dorfgemeinschaft für diesen einen Tag auf die Beine gestellt hatten, um die regionale Vielfalt landwirtschaftlicher Produktion, aber auch traditionelles Handwerk und Kultur präsentieren zu können. Für Gäste wie Claudia und Klaus Engelmann aus Düsseldorf, die mitten in der Ferienzeit in der Heide-Region Erholung und Entspannung suchen, bot der Gerdautaler Bauernmarkt einen besonderen Höhepunkt, die Region an einem Nachmittag kennenzulernen und weitere Anregungen für die vor ihnen liegenden Tage zu finden.

Es fanden sich viele Beispiele für die Verbindung von Tradition und modernem Leben. Beinahe 50 ausschließlich regionale Aussteller fanden in dem malerischen Dorf repräsentativen Platz, ohne sich zu beengen. Für die Besucher sehr komfortabel, weil sie alles zu sehen bekamen, ohne weite Wege machen zu müssen. Regionale Produkte bäuerlicher Landwirtschaft, hergestellt nach ökologischen Grundsätzen, liegen beim kritischen Verbraucher ebenso im Trend wie handgefertigte Kniekissen für das Laptop. Die Unikate überzeugen in Qualität und Gebrauch mit einer in trendigen Farben lasierten Holzplatte und die in traditioneller Handarbeit vernähten Stoffe durch Beständigkeit.

Alles was regionale Wirtschaft attraktiv macht, war auf dem Bauernmarkt zu finden. Bis zum Nachmittag schleppten Männer die Torten und Kuchen ihrer Frauen zum Markt, die im Kaffee-Zelt des Landfrauenvereins so gefragt waren, dass die Sitzplätze den ganzen Tag über belegt waren. Ein üppiges Programm sorgte für Unterhaltung. Und während Trecker-Liebhaber Alfred Johannes sein ganzes Wissen über den „Lanz“ weitergab, tanzte die Bohlsener Volkstanzgruppe im Reigen, bewundert von den Besuchern, die ab Mittag in langer Schlange bei Fleischer Meyer anstanden.

Vor beinahe 20 Jahren aus der Idee heraus entstanden, im Gerdautal zusammen zu rücken, lieben die Gerdautaler diese Tradition und freuen sich, die Besucher jedes Jahr in ein anderes der Gerdautaler Dörfer einladen zu können.

Von Angelika Jansen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare