Weniger Fahrgeschäfte, aber trotzdem jede Menge Spaß auf dem Uelzener Martinimarkt

Gerangel um den Rummel

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hu Uelzen. Kleine Kinder, die Münder von Zuckerwatte verklebt, junge Mädchen, eingehakt, kichernd, ziehen ihre Kreise auf dem Albrecht-Thaer Gelände, darüber die wummernden Bässe des „Breakdancer“: So funktioniert der Uelzener Martinimarkt schon seit Jahrzehnten.

Und allen Unkenrufen zum Trotz – so funktioniert er auch heute noch. Aber hinter den Kulissen brodelt es: Drei fest zugesagte Attraktionen waren kurzfristig ausgefallen (AZ berichtete), auf einen Schlag mussten die Organisatoren Bruno Swajkiewicz und Frank Wiechel 70 Meter Aktionsfläche neu belegen. Dass diese Fläche in der Kürze der Zeit nicht gleichwertig zu besetzen ist, sieht man dem Martinimarkt auch an: Kleinstände versuchen zwar die Lücken zu schließen, die die fehlenden Fahrgeschäfte hinterlassen haben, dennoch: Der Markt wirkt dünn an einigen Stellen. Stinksauer ist Frank Wiechel über die plötzlichen Absagen, die, wie zumindest am Beispiel des Fahrgeschäftes „Eclipse“ nachweisbar, aus fadenscheinigen Gründen erfolgt sein müssen: „Mittlerweile haben wir herausgefunden, dass dieser Betreiber auf einem Markt in Freiburg aufgebaut hat. Das wird ein Nachspiel haben!“ Auch die anderen fehlenden Geschäfte, wie beispielsweise der „Walk of Fame“, ein riesiger Glas-Irrgarten, hätten gut zum Martinimarkt gepasst und das Konzept insgesamt schlüssiger gemacht. Trotzdem wird es am letzten Wochenende im Oktober erneut einen Markt geben, denn die Freude am Organisieren lässt sich Wiechel nicht nehmen: „Auf der anderen Seite haben wir auch viel Hilfsbereitschaft von anderen Schaustellern erfahren. Was die teilweise bewegt haben, ist einfach toll“. Einfach toll fand es auch die zweieinhalbjährige Aylin aus Suhlendorf, die in einem der drei Kinderkarussells im orangenen Jeep ihre Runden drehte und für die der Markt stellvertretend für viele andere noch immer ein Erlebnis und einen Riesenspaß darstellte.

Von Oliver Huchthausen

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