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Geplante Dämmschicht wurde im Kirchweyher Gerätehaus nicht eingebaut

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Von: Norman Reuter

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Das Feuerwehrgerätehaus in Kirchweyhe
Das Gerätehaus hat seine Geschichte: Nun rücken noch einmal Handwerker an, um über einer zuletzt eingesetzten Akustikdecke noch eine Dämmung einzubauen. © Reuter, Norman

Im Gemeinschaftsraum des Feuerwehrgerätehauses werden Handwerker die frisch installierte Akustikdecke noch einmal abnehmen, um eine Dämmschicht einzusetzen. Sie war, wie die Stadt gegenüber der AZ bestätigt, im Zuge der Deckenarbeiten eigentlich vorgesehen. Eingesetzt wurde sie aber nicht.

Uelzen-Kirchweyhe - Es ist Norbert Kuhlmann, früherer Ortsbrandmeister von Kirchweyhe und Mitglied des Ortsrates, der in der jüngsten Sitzung des Ortsgremiums den Tagesordnungspunkt „Anfragen“ nutzt, um seiner Verwunderung darüber Ausdruck zu verleihen, dass in Zeiten knapper Energie-Ressourcen beim Einbau der neuen Decke keine Dämmung mehr erfolgte. Zumal er weiß: „Vorher war ja eine Dämmung drin.“

Ob es sich um einen Fehler handelt oder nicht, kann bei der Ortsratssitzung selbst nicht geklärt werden. Auf AZ-Anfrage führt die Stadtverwaltung aus, dass eigentlich ein „Deckenaufbau mit Wärmedämmung“ erfolgen sollte. Allerdings: „Es kam zu einem Missverständnis, sodass nur die Akustikdecke ohne Unterdecke eingebaut wurde“, so Stadtsprecherin Sandy Naake.

Ortsbürgermeister Karl-Heinz Günther ist irritiert: „Das geht gar nicht.“ Der Fall sei ihm zugetragen und dann auch im Ortsrat thematisiert worden, sagt der Ortsbürgermeister.

Dass überhaupt die alte Decke samt Dämmung herausgenommen wurde, hatte mehrere Gründe: „Der Raum wird für Schulungen genutzt“, so Norbert Kuhlmann. Mitglieder der Kinder- und Jugendabteilungen als auch die Kameraden der Feuerwehr kommen darin zusammen. Um die Geräuschkulisse zu minimieren, seien die Pläne für die Akustikdecke entstanden, so Kuhlmann.

Die Arbeiten zogen sich, weil, wie die Stadt erklärt, ein starker Wespenbefall im Deckenbereich festgestellt wurde, weswegen auch die bis dahin eingebaute Dämmung herausgenommen wurde.

Eine Isolierung erfolgt nach Stadtangaben nun im zweiten Anlauf: „Die Akustikdecke wird ab- und die Unterdecke mit Wärmedämmung wieder eingebaut. Anschließend wird die Akustikdecke wieder montiert“, schildert Sandy Naake.

Die Kosten für die Akustikdecke gibt die Stadt mit 2500 Euro an, die voraussichtlichen Ausgaben für die Unterdecke mit 4000 Euro.

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