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Geothermie für Uelzen? Bohrungen nötig

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Von: Norman Reuter

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Die Stadtwerke erkunden, ob Erdwärme in Uelzen genutzt werden kann. Bei der sogenannten Geothermie sind Bohrungen nötig.
Die Stadtwerke erkunden, ob Erdwärme in Uelzen genutzt werden kann. Bei der sogenannten Geothermie sind Bohrungen nötig. © Stadtwerke

Die Uelzener Stadtwerke sind dabei, zu untersuchen, ob mithilfe der Geothermie Haushalte in der Hansestadt mit Wärme versorgt werden können. Der Geschäftsführer des kommunalen Versorgungsunternehmens, Markus Schümann, berichtet im Interview mit der AZ von einer Vorstudie, die erstellt worden sei. Im nächsten Schritt solle eine Machbarkeitsstudie in Angriff genommen werden.

Uelzen – Die Geothermie gilt als saubere Energieform. Dabei wird die natürliche Erdwärme genutzt. Im norddeutschen Raum gebe es einen Gürtel, der sich von den Niederlanden bis hin zur Ostsee erstrecke, in dem dieser natürliche Rohstoff zu nutzen sei, erklärt Schümann.

Im vergangenen Jahrzehnt hatte, wie berichtet, bereits die Kurstadt Bad Bevensen damit geliebäugelt, die Geothermie für sich nutzen zu wollen, um unter anderem Kliniken mit Wärme zu versorgen. Die Pläne wurden bisher nicht realisiert, weil die finanziellen Risiken als zu hoch eingeschätzt wurden.

Markus Schümann erklärt, dass Uelzen bereits gut erkundet sei, weil in der Vergangenheit bereits Bohrungen erfolgt seien. „Wir werden das weiter analysieren, dabei betrachten, ob mit der Geothermie Wärme – und das CO2-neural und wirtschaftlich – erzeugt werden kann“, so Schümann.

Der Geschäftsführer sieht nicht nur aufgrund der aktuellen Entwicklungen mit dem Krieg, den Russland gegen die Ukraine führt, und damit explodierenden Preisen für Gas, sondern auch wegen des Klimawandels Handlungsbedarf, was den Einsatz neuer Technologien betrifft. „Auch unabhängig von der Ukraine-Krise müssen wir unser nachhaltiges Engagement so kraftvoll wie möglich vorantreiben, um der Klimakrise entgegenzuwirken und Lösungskonzepte für unsere Hansestadt zu entwickeln“, so Markus Schümann.

Die Stadtwerke können sich auch vorstellen, Wasserstoff für ihre Zwecke zu nutzen und ihr Engagement bei Offshore-Windparks zu intensivieren.

Das gesamte Interview lesen Sie heute in der Printausgabe der AZ.

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