Uelzens St. Marien ist auf die letzte Ehre für Peter Struck vorbereitet

Generalprobe für Trauerfeier

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Generale und Admirale von Heer, Luftwaffe und Marine üben gestern mehrmals den Wechsel der Totenwache an einem eigens für die Stellprobe aufgebauten Sarg.

Uelzen. Ein halbes Dutzend Kameras, hunderte Meter Kabel, Mikrofone, Scheinwerfer und Podeste werden gestern in St. Marien platziert – und mittendrin proben 14 Generale und Admirale von Luftwaffe, Heer und Marine den Wechsel der Totenwache.

Die Vorbereitungen für die heutige Trauerfeier für Dr. Peter Struck in Uelzens Hauptkirche sind in die heiße Phase eingetreten, um dem ehemaligen Bundesverteidigungsminister und Uelzener einen würdigen Abschied zu bereiten.

Vor dem Altar ist gestern für die Stellprobe ein heller Holzsarg auf einem Katafalk mit blauem Samt aufgebaut. Mehrmals studieren die höchstrangigen Würdenträger der Bundeswehr den Wachwechsel am Sarg ein, marschieren im Gleichschritt den Hauptgang zwischen den Kirchenbänken auf und ab, wo wiederum Polizei, Bundeswehr und Protokoll des Bundesverteidigungsministeriums letzte Details besprechen. Drumherum emsiges Gewerkel von Medienleuten des Norddeutschen Rundfunks, die als Einzige den Festakt aus der Kirche übertragen werden.

Willy Strothmann ist in seiner roten Fleecejacke in all dem Getümmel nicht zu übersehen – und das ist auch gut so, denn der Küster ist ein gefragter Mann in St. Marien. Er beantwortet im Minutentakt Fragen, wacht mit Argusaugen über die Abläufe, verstaut die Liederzettel für die Trauergemeinde in einem Schrank – Dietrich Bonhoeffers „Von guten Mächten“ wird sie heute zu Ehren des Verstorbenen singen. „Ich habe ja schon vieles mitgemacht“, sagt Strothmann und greift zu seinem Handy, das wieder in der Jackentasche rappelt, „aber so etwas noch nicht...“

Von Ines Bräutigam

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