Ein Tag mit Licht und Schatten

Uelzen: Gemischte Stimmung beim Shoppen am verkaufsoffenen Sonntag

Insgesamt 9520 Besucher zählte das Stadtmarketing gestern beim verkaufsoffenen Sonntag in der Uelzener Innenstadt. Doch es war ein Tag mit Licht und Schatten: Einige Traditionsgeschäfte hatten nicht geöffnet. FotoS: HUCHTHAUSEN
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Insgesamt 9520 Besucher zählte das Stadtmarketing gestern beim verkaufsoffenen Sonntag in der Uelzener Innenstadt. Doch es war ein Tag mit Licht und Schatten: Einige Traditionsgeschäfte hatten nicht geöffnet.
  • VonOliver Huchthausen
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Gestern war kein Sonntag wie jeder andere in Uelzen: Geschäfte luden zum Einkauf ein, hinter Schaufenstern war Kultur zu erleben, und wer Hunger verspürte, der konnte sich ausgiebig stärken. Doch es war ein Shopping-Tag mit Licht und Schatten.

Uelzen – Nach dem „Late Night Shopping“ ist vor dem verkaufsoffenen Sonntag. Keine Frage, in Uelzen tut sich was. Auch am gestrigen Sonntag hatten zahlreiche Geschäfte in der Innenstadt für ihre Kunden geöffnet, um der gesamten Familie abseits vom Alltagsstress einen gemeinsamen Shopping-Bummel zu ermöglichen.

Auch das Stadtmarketing war wieder aktiv, um dem Ganzen einen attraktiven Rahmen zu geben. Optisch im wahrsten Sinn des Wortes herausragend waren hier zwei riesige Schmetterlinge, die als Walking-Act anmutig ihre Runden durch die Marktstraßen zogen. An der Lüneburger Straße lebte das bewährte Konzept der „Kultur im Schaufenster“ erneut auf. Der bekannte Comedian Helmut Hoffmann alias Hans Hermann Thielke brachte dort seine Zuhörer ein ums andere Mal zum Lachen.

Auf dem Herzogenplatz informierte unter anderem der Museums- und Heimatverein über die zukünftige Gestaltung des Heimatmuseums und zeigte einen ersten Entwurf der Räumlichkeiten. Da auch noch die Sonne von einem blauen Himmel strahlte, hätte es eigentlich besser nicht sein können.

Die Kinder hatten viel Spaß auf dem Karussell. Für die Erwachsenen gab es neben Shopping-Möglichkeiten auch Informationen, zum Beispiel über das Heimatmuseum.

Aber es mischten sich dennoch ein paar dunkle Wolken unter die ansonsten makellose Stimmung. Auffällig war, dass einige Traditionsgeschäfte ihre Türen geschlossen hielten. Auch die angekündigten Foodtrucks wurden von vielen Besuchern vermisst. „Die paar Imbissbuden sind ja wohl keine Foodtrucks“, hieß es.

Kultur im Schaufenster bot Helmut Hoffmann.

Unmut gab es erneut über Uelzens Baustellensituation: „Die Baustellen machen sich bemerkbar. Ich bin jetzt fast 22 Jahre hier im Geschäft, aber so wenig wie heute war noch nie los“, zeigte sich Tanja Meierhoff von „Street Shoes“ frustriert. Rolf Tischer, der mit seiner „Stöberhalle“ fast als Einziger an der Bahnhofstraße geöffnet hatte, bemängelte, dass der Parkplatz am Uhlenköperpark für Ortsunkundige so gut wie nicht erreichbar war. Andere Einzelhändler zeigten sich indes durchaus zufrieden. So zum Beispiel Anja Kronenberg vom „Kömelkes“ an der Veerßer Straße: „Nach verhaltenem Anfang hat sich das hier gut entwickelt.“ Ähnlich äußerten sich auch Martina Stegen (L‘Uomo) und Filialleiterin Sonja Vogler (Douglas).

Eine Statistik des Stadtmarketings bestätigte den letztlich doch noch positiven Gesamteindruck: Nach einer Passantenzählung waren es demnach insgesamt 9520 Besucher und somit 1520 mehr als beim verkaufsoffenen Sonntag im Oktober 2020.

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