Gemeinde steht gut da

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Bürgermeister Achim Ritzer (2. von links) überreicht im Beisein von Ratsherr Ralf Fechner (rechts) Vertretern aus den Ortsteilen der Gemeinde Weste Umschläge mit je 405,63 Euro für die Sanierung der Spielplätze aus der Sponsoren-Aktion „Weste bewegt sich“.

Weste-Bahnhof - Von Gudrun Kiriczi. Beruhigt können sich die Bürger der Gemeinde Weste zurücklehnen: Durch ihre Kommunalvertreter wurde vieles für ein lebenswertes Miteinander erreicht. Das zeigte der Bericht von Bürgermeister Achim Ritzer beim Gemeinderechnungstag. Als einzige Kommune in der Samtgemeinde Bevensen wird in Weste die Tradition des Gemeinderechnungstages zu Beginn eines neuen Jahres gepflegt. Ritzer gab im Gasthaus Vogelsang einen Rückblick auf die geleistete Arbeit der Kommunalpolitiker.

„Breiten Raum unserer Arbeit nahm die Fusion der Samtgemeinde Bevensen mit der Samtgemeinde Altes Amt Ebstorf ein“, erinnerte Ritzer an zahlreiche Sitzungen der Ratsmitglieder und die teils kontrovers geführten Diskussionen. Er dankte Torsten Wendt (Ebstorf) und Hans-Jürgen Kammer (Bevensen), die das umfangreiche Vertragswerk auf die Beine gestellt hatten.

Die Vorteile der Fusion und was sich genau dahinter verbirgt, darüber informierte insbesondere im Hinblick auf die Finanzen eingehend von der Bevenser Samtgemeinde Hans-Jürgen Kammer. „Auf dem Papier ist es einfach. Schwierig wird es, die Menschen zusammenzuführen“, sagte Kammer. Eine Herausforderung wird es auch sein, die Struktur der 41 Feuerwehren zu organisieren.

Ein zweites großes Thema war der Abschluss eines neuen Konzessionsvertrages, da der bisherige Vertrag mit der SVO ausläuft. Ausführlich informierte Ritzer über das Hin und Her. Letztendlich wurde für 20 Jahre mit der SVO ein Vertrag abgeschlossen. Auch das Angebot der SVO zum Beitritt zur Klimaschutzgesellschaft war ein Thema, das den Rat beschäftigte und für das er sich entschied.

Jüngstes Projekt, der Ausbau des Gehwegs zur Schulwegsicherung an der Landesstraße in Weste-Bahnhof, konnte abgeschlossen und gefeiert werden. Unverständlich war Ritzer, dass sich nach einer harmonischen Informationsveranstaltung und Senkung der Anliegerbeiträge die Mehrheit der Anlieger gegen den Gehweg ausgesprochen hatte. „Auch im Rat wurde danach kontrovers über die 58 000-Euro-Maßnahme diskutiert“, so Ritzer. Das Abstimmungsergebnis pro Gehweg fiel knapp aus: 6 dafür, 4 dagegen, 1 Enthaltung.

Die finanzielle Lage der Gemeinde sieht gut aus. Der Haushalt ist ausgeglichen. Größte Ausgabenposten 2010 waren 52 000 Euro für den Kindergarten, 28 000 Euro für Gräben- und Straßenunterhaltung und für die Sanierung von Spielplätzen 3500 Euro. Hans-Jürgen Kammer wies darauf hin, dass die Gemeinde trotz Steuererhöhung auf 380 Prozentpunkte noch unter dem Durchschnitt liege.

Der Bürgermeister erinnerte noch an die Aktion „Weste bewegt sich“, bei der 270 Teilnehmer rund 5000 Kilometer zurückgelegt hatten. So kamen an Sponsorengeldern für jeden Ortsteil zur Sanierung der Spielplätze 405,63 Euro zusammen, die Ritzer gemeinsam mit „Kulturattaché“, Ratsherr Ralf Fechner, Vertretern der Ortsteile überreichte.

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