Veterinäramt warnt vor Jakobskreuzkraut / Entsorgung im Restmüll

Gelbes Gift auf der Weide

Das gelbe Jakobskreuzkraut hat ab morgen seine Hochblütezeit. Da es die Leber schädigen und sogar zum Tod führen kann, müsse bei der Heuernte auf die Pflanze geachtet werden. Foto: Privat

dib Uelzen/Landkreis. „Wir wissen natürlich, dass die Pflanze giftig ist und insbesondere bei Pferden und Rindern zu ernsthaften Erkrankungen bis hin zum Tod führen kann. “ Das Jakobskreuzkraut beschäftigt den Leiter des Uelzener Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes, Dr.

Jörg Pfeiffer, derzeit ganz besonders. Denn morgen ist Jacobi-Tag, an dem Datum beginnt die Hauptblütezeit des Krauts, das für Mensch und Tier so gefährlich ist. „Die gesetzlichen Bestimmungen bieten uns dennoch keinerlei Rechtsgrundlage, um aktiv gegen das Kraut vorzugehen“, sagt Pfeiffer.

Da auch die Heuernte begonnen hat, weist der Landkreis darauf hin, dass die Beseitigung der Pflanze trotz der Gefahren nicht Aufgabe der Behörde sei. Pfeiffer appelliert an alle Bürger, vor allem aber an die Besitzer von landwirtschaftlichen Flächen oder Weideflächen, selbst gegen das Jakobskreuzkraut vorzugehen. „Es liegt in deren Eigenverantwortung, die Gefahr für ihre Tiere so gering wie möglich zu halten“, betont der Amtsleiter. Das Kraut könne ohne Handschuhe völlig schadlos angefasst werden und sollte mit dem Restmüll entsorgt werden.

Nach Angaben von Pfeiffer sei die Pflanze für Tiere gefährlich, weil sie leberschädigende Stoffe enthalte. Im Gegensatz zu anderen Giftpflanzen bleiben diese Alkaloide auch bei der Konservierung in Heu oder Silage wirksam, das anschließend noch von den Tieren aufgenommen werden kann, erläutert Pfeiffer. Daher müsse besonders beim Mähen auf diese Pflanzen geachtet werden, rät er. Im frischen Zustand würden die bitter schmeckenden Kräuter jedoch in der Regel gemieden.

Das Jakobskreuzkraut kann bis zu einem Meter hoch werden. Im oberen Teil der gelbblühenden Pflanze sitzen zahlreiche gelbe Blütenköpfe in einer verzweigten, vielblütigen Schirmrispe. Anfang Juni zeigen sich erste schwache Blüten, so richtig ausgebildet sind die Blüten des vielverzweigten Jakobskreuzkrauts erst in diesen Tagen.

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