Gelbe Räder mit Aha-Effekt – und: Polizei kontrolliert

Gefahren in der Dunkelheit: Aktion „Licht an“ startet in Uelzen

Neongelbe Reifen und die Aufschrift „Licht an“ – die Aktion von Polizei und Verkehrwacht startet. Frank Dreyer (v. li.) sowie Martin Schwanitz, Maik Kröger und Uwe Kalischefski (alle Verkehrswacht) vor einem der aufgestellten Räder.
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Neongelbe Reifen und die Aufschrift „Licht an“ – die Aktion von Polizei und Verkehrwacht startet. Frank Dreyer (v. li.) sowie Martin Schwanitz, Maik Kröger und Uwe Kalischefski (alle Verkehrswacht) vor einem der aufgestellten Räder.
  • Norman Reuter
    vonNorman Reuter
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Uelzen – Es ist nicht das Erste, was einem bei diesem Wetter einfällt. Aber die Polizei weiß: Das Frühjahr ist die Zeit, in dem sich die Menschen wieder verstärkt aufs Rad setzen – wobei die Tage noch kurz sind.

Umso wichtiger sei es, dass Räder und Fahrer klar zu erkennen seien, damit es nicht zu Unfällen kommt, sagt Frank Dreyer, Kontaktbeamter bei der Polizei Uelzen.

Aus diesem Grund startet die Aktion „Licht an“ in der Hansestadt. Polizei und Verkehrswacht wollen Radfahrer dafür sensibilisieren, welchen Gefahren sie sich aussetzen, wenn sie nicht ausreichend im Straßenverkehr zu erkennen sind. Das Polizeikommissariat Uelzen kündigt für die kommenden Wochen Kontrollen an.

„An Zufahrtstraßen zu Schulen wird es Kontrollpunkte geben“, so Dreyer. Beamte schauen, ob die Radler ihrer Pflicht nachkommen, sichtbar für andere Verkehrsteilnehmer zu sein. Räder müsssen mindestens über Vorder- und Rücklicht verfügen, an Speichen und Pedalen müssen auch Reflektoren angebracht sein.

„Bei Schülern sind Mountainbikes und Trekking-Räder beliebt“, weiß der Kontaktbeamte. Aber diese verfügten in der Regel nicht über die vorgeschriebene Ausstattung, um der Straßenverkehrszulassungs-Ordnung zu entsprechen.

Aus Sicht von Dreyer sollten Radfahrer zusätzlich Warnwesten tragen oder Reflektoren an der Kleidung anbringen, um besser wahrgenommen werden zu können.

Die Polizei sei sich bewusst, dass wegen der Corona-Auflagen zurzeit weniger Schüler am Präsenzunterricht teilnehmen würden, bei den Kontrollen würden aber alle Radfahrer in den Blick genommen, so Dreyer.

Im Stadtbild sind im Zusammenhang mit der Aktion an neun Plätzen auch Räder mit neongelben Reifen und mit der Aufschrift „Licht an“ zu entdecken. Sie sollen die Radler daran erinnern, bei Fahrten an die Beleuchtung und Erkennbarkeit zu denken.

Eines der Räder steht am Kreisverkehr vorm Marktcenter – dort biegen Radler aus Richtung Holdenstedt und von der Greyerstraße aus in Richtung Innenstadt ein. Sie queren Hauptverkehrsstraßen dafür. „Wenn hier Autofahrer im Dunkeln nur Schatten wahrnehmen können, ist es vielleicht zu spät“, sagt Martin Schwanitz von der Verkehrswacht Lüneburg, der selbst auch Polizist ist.

Er weiß: Durch das stärkere Umweltschutzbewusstsein steigen die Menschen öfter aufs Rad. „Radfahren ist super beliebt. Auch mehr E-Bikes werden genutzt“, so Schwanitz. Letztere erreichen höhere Geschwindigkeiten. Im Ergebnis komme es zu mehr Unfällen auf dem Rad. Eine ausreichende Erkennbarkeit helfe dabei, Unfälle zu vermeiden.

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