Vierte Auflage diesmal auf Albrecht-Thaer-Gelände / Neu sind Workshops

Gegen Rassismus: Festival in Uelzen

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Zum Festival „Aufstehen gegen Rassismus“ kamen im Vorjahr rund 400 Besucher auf den Herzogenplatz in Uelzen. Diesmal findet das Festival auf dem Albrecht-Thaer-Gelände statt. 

Uelzen – Der Verein „Uelzen bleibt bunt“ veranstaltet auch in diesem Jahr wieder ein Festival unter dem Motto „Aufstehen gegen Rassismus“. Am Sonnabend, 10.

Jakob Blankenburg, Organisator

August, ist der Austragungsort diesmal aber nicht mehr der Herzogenplatz, sondern das Festivalgelände an der Albrecht-Thaer-Straße in Uelzen, wo vom 21. bis zum 23. Juni auch das Open R-Festival stattfand. „Wir wollen diesmal etwas Neues ausprobieren, mit mehr grün dabei und benötigen auch einfach mehr Fläche“, sagt Jakob Blankenburg. Der Landesvorsitzende der Jungsozialisten, der Jugendorganisation der SPD, ist wie in den Vorjahren erneut einer der Festivalorganisatoren. Blankenburg: „Mit dem Festival bekennen wir uns ganz klar gegen Rassismus und Antisemitismus, und für Weltoffenheit. “ Der Eintritt ist erneut frei.

Neu sind diesmal drei Workshops, die für die Besucher angeboten werden. Im ersten erhalten Sprayer Tipps, im zweiten, dem Checkpoint Queer, stehen Diskriminierungen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen und Intersexuellen im Mittelpunkt. „Hier wird beraten und aufgeklärt“, so Blankenburg. Der dritte Workshop (Stammtischkämpfer-Ausbildung) widmet sich Parolen aus der rechten Szene und gibt Anregungen, wie man denen entgegentreten kann. Blankenburg empfiehlt vorherige Anmeldungen unter uelzenbleibtbunt.de/workshops. Beginn der Workshops ist um 13 Uhr.

Von 17 Uhr an treten drei Bands auf der Bühne auf. „The toten Crackhuren im Kofferraum“, „Pöbel MC“ und „Kobito“. Kobito war bereits beim ersten Festival 2016 dabei. Blankenburg: „Musikalisch wird ein breites Potpourri mit Hip Hop und Funk geboten. Wir hoffen, dass für jeden etwas dabei ist.“ Zu essen wird unter anderem Streetfood geboten.

Mit im Festival-Boot sind wie in den Vorjahren auch das Uelzener Bündnis gegen rechts, die Jusos, die Grüne Jugend, die Verdi-Jugend, die IG Metall, die NGG, die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft, die Amadeu Antonio Stiftung, die DGB-Jugend und Die Linke (Förderverein). Die Partner wollen während des Festivals mit Infoständen über ihre Aktionen gegen rechts informieren. Blankenburg: „Wir sind für alle Organisation offen, die sich gegen Rassismus einsetzen.“ 2018 hatten rund 400 Besucher am Festival teilgenommen, im Jahr davor etwa 300. Blankenburg hofft, die Besucherzahl des Vorjahres erreichen zu können.

VON TIMO HÖLSCHER

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