Familien-Challenge kommt zum Abschluss

Gegen Corona-Trübsal: „Anoroc“ und „Einhörner“ gewinnen

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Preisverleihung mit Abstand: Das Gewinner-Team „Anoroc“ darf in den Heidepark fahren.

Uelzen – Schulen schließen, Kindergärten und Kitas bleiben leer, die Sportvereine stellen den Betrieb ein und selbst Spielplätze dürfen nicht mehr aufgesucht werden. Familien hatten es während der Hochphase der Corona-Krise nicht leicht.

Die Evangelische Familienbildungsstätte (Fabi) rief daher die Wir-lassen-uns-nicht-von-Corona-unterkriegen-Challenge ins Leben.

Sperriger Titel mit einfachem Konzept: Über vier Wochen erhielten teilnehmende Familien jeden Tag bis zu zwei Aufgaben, die es zu lösen galt. Für eine erfolgreiche Umsetzung gab es Punkte. Gestern wurden nun im Martin-Luther-Haus die Preise verliehen.

Als Zweitplatzierter erhält das Team „Einhörner“ Freikarten für den Serengeti-Park.

„Das war wirklich eine sehr spontane Idee“, erinnert sich Andrea Zobel, Leiterin der Fabi. „Wir haben uns gedacht: Wir versuchen mal, ob das überhaupt angenommen wird.“ Mit dieser Rückmeldung habe sie aber nicht gerechnet: 40 Familien aus dem gesamten Landkreis Uelzen haben sich für die Challenge angemeldet.

Die Aufgaben gestalteten sich in bunter Abwechslung. Von einfacheren Dingen wie ein Bild zu malen bis hin zu größeren Herausforderungen wie in die Rolle eines Nachrichtensprechers zu schlüpfen und ausschließlich gute Nachrichten vorzulesen – langweilig wurde den Familien nicht. Gerade der Aspekt des gemeinsamen Handelns stand bei vielen Aufgaben im Fokus. So lautete eine weitere Challenge, zusammen Kekse zu backen – und natürlich zusammen aufzuessen.

Eingereicht wurden die Ergebnisse digital per Mail oder WhatsApp. Kathrin Herkt, die einen Großteil der Einreichungen auswertete, zeigt sich begeistert vom Einfallsreichtum der Familien: „Ich habe wirklich oft lachend am Schreibtisch gesessen. Es war überwältigend.“

Auch die Familien freuten sich über die Abwechslung im von Corona geprägten Alltag. „Das mit den Nachrichten war sehr anregend“, meint etwa Familie Rädecke, die mit ihrem Team „Anoroc“ die Challenge gewann. Mutter Isa betont: „Das war eine schöne Idee.“ Bei den Kindern kam vor allem die Aufgaben, eine Höhle zu bauen und Ostergrüße an die Nachbarn zu schicken, gut an.

Familie Schrötke belegte als Team „Einhörner“ den zweiten Platz. Als „nette Abwechslung zwischendrin“ bezeichnet Petra Schrötke die Challenge. Und welche Aufgabe hat den Kindern am besten gefallen? „Alle.“

Zufrieden zeigt sich auch Propst Jörg Hagen. Dabei blickt er schon zuversichtlich in die Zukunft: Eine eventuelle Fortsetzung der Challenge in Nicht-Corona-Zeiten könne er sich gut vorstellen.

VON DANIEL BIELING

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