Strengere Grenzwerte: Alte Bleileitungen müssen sofort ausgetauscht werden

Gefahr im Trinkwasser

+

Uelzen/Landkreis. Seit dem 1. Dezember gelten neue Grenzwerte für den Bleigehalt im Trinkwasser: Waren bislang 25 Mikrogramm pro Liter erlaubt, sind es jetzt noch zehn Mikrogramm. Bleileitungen werden damit quasi unbrauchbar.

Wer als Vermieter noch Bleileitungen verwendet, muss sie schnellstmöglich sanieren – oder Bußgelder zahlen. Die Gesundheitsämter nehmen bundesweit Trinkwasserproben von Mietshäusern, um sie auf eine mögliche Bleibelastung zu untersuchen – auch in Uelzen. „Vermieter und Eigentümer können sich bei uns im Gesundheitsamt Proben-Sets abholen, mit denen sie ihr Leitungswasser auf Bleigehalt testen lassen können“, erklärt Dr. Gerhard Wermes, Leiter des Gesundheitsamts in Uelzen. Die Proben würden eingeschickt und nach etwa zwei Wochen lägen dann Ergebnisse vor. „Sollte eine Trinkwasserbelastung mit Blei vorliegen“, so der Amtsarzt, „dann beraten wir auch, was zu tun ist.“

Eine mögliche Bleibelastung im Trinkwasser könne vor allem in Häusern vorliegen, die bis etwa 1970 gebaut wurden, so Wermes. Seit Mitte der 70er-Jahre seien in Deutschland dann keine Bleileitungen mehr verwendet worden. Diverse Gespräche mit Hauseigentümern und Vermietern hätten zwar gezeigt, dass es hier und da noch Bleileitungen gibt. Die meisten hätten aber ihre Wasserleitungen bereits saniert, sagt Dr. Gerhard Wermes. Für Wolfgang Niebuhr, Geschäftsführer der Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) Uelzen, und seinem Kollegen Ronald Schack von der gwk Uelzen ist Blei im Trinkwasser zum Beispiel kein Thema. „Wir können uns da völlig entspannt zurücklehnen“, sagt Niebuhr, denn in den knapp 1000 von der WBG unterhaltenen Wohnungen seien Bleileitungen vor 20 bis 25 Jahren schon ausgetauscht worden. Ebenso in den mehr als 1500 gwk-Wohnungen: Auch hier seien alle Leitungen längst saniert, so Schack.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare