Gefahr an der Haltestelle

Die Eltern einiger Grundschüler sehen an der Bushaltestelle eine Gefahrenquelle.

Suhlendorf - Von Jörn Nolting. Bei vielen Eltern der Suhlendorfer Grundschüler herrscht Unverständnis. Ein halbes Jahr lang fuhren die beiden Schulbusse hinter der Mühlenschule ab, doch inzwischen halten sie wieder vor der Schule. Ein Zustand, der in ihren Augen ein erhöhtes Gefahrenpotential für die Abc-Schützen darstellt.

Um wirklich auf Nummer sicher zu gehen, wurde die Situation von der Polizei begutachtet. Laut Polizeihauptkommissar Andreas Dobslaw kam es zu keinerlei Behinderungen während die Busse vor der Schule hielten. Es wurden seitens der Polzei keine Parkverstöße festgestellt und es ist für die Beamten derzeit kein Handlungsbedarf erkannbar. Zusammenfassend kommt Andreas Dobslaw zu dem Schluss, dass die Gesamtsituation vor der Schule aus polizeilicher Sicht insgesamt als eher problemfrei einzuschätzen ist.

Doch trotz dieser Einschätzung hält er es für wünschenswert, die Verkehrsflüsse von Schule und Kindergarten zu trennen. „Eltern sind oft in Eile und kommen mit dem Auto, um ihre Kinder abzuholen“, erklärt der Verkehrsexperte der Polizei. Zu bestimmten Zeiten ist also der Verkehr vor der Schule besonders hoch und an der Bushaltestelle entsteht durch die wartenden und tobenden Kinder eine für Autofahrer kaum einzuschätzende Situation. „Vor allem von den Eltern wird dies dann subjektiv als bedrohlich wahrgenommen, wobei ein tatsächlich erhöhtes Risiko auch nicht sicher auszuschließen ist“, sagt Dobslaw. Eine Trennung der beiden Verkehrsarten schaffe dabei nicht nur objektiv mehr Sicherheit, sondern entspanne auch deutlich die subjektive Wahrnehmung der Eltern.

„Es muss erst was passieren“, befürchten eben jene Eltern. Sandra Wegner, Martina Pollehn, Anja Ludolphs und Jens Köhler wollen sich mit der momentanen Situation so nicht abfinden. Sie fordern, dass die Busse wieder hinter der Schule abfahren und haben dafür auch den Segen von Schulleiter Rüdiger Erler. „Letzte Woche wäre beinahe ein Kind angefahren worden“, sagt Jens Köhler. Außerdem bemängeln sie die Kommunikation seitens der Samtgemeinde. „Die Schülerzahlen in Suhlendorf sind gesunken, seit die fünften und sechsten Klassen in Rosche unterrichtet werden“, erklärt Samtgemeindebürgermeister Herbert Rätzmann. Auch die Busfahrer hätten bestätigt, dass kein Risko besteht. Wenn die Busse künftig hinter der Schule halten sollen, dann setzt das laut Rätzmann einige Baumaßnahmen voraus. Die Fahrspuren sind bisher zu schmal, der Baum müsste entfernt werden und die Straße über der Kanalisation befestigt werden.

Auch nicht uninteressant ist für den Verwaltungschef die Idee, vor der Schule eine Parkbucht für die Busse einzurichten, da im Frühjahr des nächsten Jahres eh Baumaßnahmen geplant sind. „Wir sind bereit, es vernünftig anzugehen“, verspricht Rätzmann.

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