Geduldsprobe für Autofahrer

Kreuzung in Oldenstadt erregt seit Jahren die Gemüter – bis heute keine Verbesserung

Wer von der Klosterstraße auf die B 191 abbiegen will, muss mitunter länger warten. Seit Jahren ist die Kreuzungssituation im Ortsteil ein Thema. Sie ist Oldenstädtern wie Volker Erhart ein Dorn im Auge.
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Wer von der Klosterstraße auf die B 191 abbiegen will, muss mitunter länger warten. Seit Jahren ist die Kreuzungssituation im Ortsteil ein Thema. Sie ist Oldenstädtern wie Volker Erhart ein Dorn im Auge.

Uelzen-Oldenstadt – Die Autofahrer haben die Blinker gesetzt. Jetzt ist Warten angesagt. Ohne Weiteres können sie nicht von der Klosterstraße in Oldenstadt auf die B 191 abbiegen.

Die Bundesstraße ist viel befahren – 10.000 Fahrzeuge sind es, die auf ihr täglich Oldenstadt durchqueren. Wer aus dem Ortskern kommt und auf die B 191 will, hat so mitunter das Nachsehen. „Zu bestimmten Zeiten reicht die Autoschlange bis zur Klosterkirche“, berichtet Volker Erhart.

Die Verkehrssituation ist dem Oldenstädter ein Dorn im Auge. Nicht nur, weil er und andere Ortsbewohner sich an der Kreuzung in Geduld üben müssen. Autos mit laufenden Motoren, die sich zurückstauen, „sind auch aus Klimagesichtspunkten nicht sinnvoll“, sagt Erhart.

Was ihn am meisten umtreibt, ist aber der lange Zeitraum, in dem immer wieder die Situation an der Kreuzung angesprochen wurde, ohne dass aber etwas im wahrsten Sinne des Wortes in Bewegung gekommen ist.

Im November 2017 wird im Ortsrat von Oldenstadt berichtet, dass 2018 eine Ampel an der Klosterstraße geschaffen werden soll, damit der Verkehr besser fließt. Die gleiche Lösung wird damals auch für die Straße Auf dem Diek angekündigt. Im Frühjahr 2018 heißt es dann im Ortsrat, dass die Ampellösung frühestens 2019 kommen werde. Der Grund seien Personalengpässe bei der zuständigen Landestraßenbaubehörde. Bis heute ist es nicht zu Arbeiten gekommen, weswegen sich Erhart im jüngsten Ortsrat zu Wort meldete. Er hatte vorab Fragen auf Papier niedergeschrieben. Eine davon, an den Ortsrat gerichtet, lautete: „Sie, sehr geehrte Damen und Herren, frage ich, muss denn erst ein spektakulärer Unfall passieren, damit etwas in Bewegung kommt?“

Die AZ hat nachgefasst, wollte von der Landesstraßenbaubehörde wissen, wie nun der Planungsstand für die Kreuzung ist. Dirk Möller, Leiter der Behörde in Lüneburg, verweist auf die Stadt Uelzen. Von ihr benötige die Behörde eine Verkehrsuntersuchung und Analyse zur Kreuzung als Grundlage für die nächsten Planungsschritte. „Wir brauchen eine fachliche Grundlage“, so Möller.

Die scheint es zu geben, zumindest erklärt die Stadt auf Anfrage, dass der Verkehrsknoten insgesamt als leistungsfähig eingestuft wurde. Allerdings kam auch die Stadt zu dem Ergebnis, dass es Rückstaus gibt. Stadtsprecherin Sandy Naake spricht von „Problemen bei der Abführung der Verkehre aus der Klosterstraße und Auf dem Diek“. An einer Lösung werde gearbeitet – dabei spielt die vorhandene Ampelanlage auf der B 191 unweit der Kreuzung eine Rolle. Details könne sie noch nicht nennen, sagt Naake, „weil die Planungen hierfür noch nicht abgeschlossen sind.“ Ein Konzept soll aber am 12. Februar im Ortsrat vorgestellt werden. Volker Erhart hat sich den Termin schon eingetragen.

VON NORMAN REUTER

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