Hans-Jürgen Drögemüller präsentiert zur Welt gekommenes Quessant-Lamm

Geburt auf dem Herzogenplatz

+
Ein kleines schwarzes Lämmchen wurde Sonnabendfrüh auf dem Herzogenplatz in Uelzen geboren. Es gehört zur fast ausgestorbenen Rasse der Quessant-Schafe.

aja Uelzen. Klein, schwarz und flauschig ist das Lämmchen, das am Sonntag der Hingucker beim Frühjahrsmarkt auf dem Herzogenplatz in Uelzen war. Es war am Sonnabend in der Frühe in dem Freigehege zur Welt gekommen, das zum verkaufsoffenen Sonntag aufgebaut worden war.

„Das ging alles sehr schnell“, berichtet Besitzer Hans-Jürgen Drögemüller aus Böddenstedt, der das Tiergehege schon am Freitag mit mehreren Kollegen aufgebaut hatte. „Wir hatten nicht damit gerechnet, dass das Schaf jetzt schon auf die Welt kommt“, sagt Drögemüller, sonst hätten wir das Muttertier nicht auf den Herzogenplatz mitgenommen. Wahrscheinlich wollte das Lamm einfach nur dabei sein und nichts verpassen.“ Schafe verkriechen sich gerne in eine ruhige Ecke, um ihre Lämmer zur Welt zu bringen.

Nicht nur der Geburtsort ist ungewöhnlich, bei dem kleinen Wollknäuel handelt es sich um ein Ouessant-Schaf, Europas kleinste Schafrasse, berichtet Tierzüchter Drögemüller, der seit einigen Jahren eine kleine Herde der schon als ausgestorben geltenden Nutztierrasse unterhält. Die auch als Bretonisches Zwergschaf bezeichnete Rasse hat ihren Namen von der kleinen, baumlosen französischen Atlantikinsel Ile d´Ouessant.

Wenn das Lamm nicht im Körbchen schläft, hält es sich noch ganz dicht bei seiner Mutter auf, die alle anderen Tiere wegschubst, die sich zu nahe an ihr Kind wagen.

Von Angelika Jansen

Kommentare