Kein Außenbetrieb im Viertel

„Bella Italia“: Wirte erbost über Verbote

Unter anderem im „Komma“ war ein Aushang zu finden.

nre Uelzen. Schluss mit „Dolce Vita“ – statt süßem Leben ist Katerstimmung angesagt. Zumindest bei den Gastronomen im Schnellenmarktviertel. Sie sind über das Verhalten von Stadt und Citymanagement im Zusammenhang mit dem bunten Treiben am Wochenende erbost.

Konkret: Gastronomen wurde untersagt, beim Fest „Bella Italia“ und beim Stadtfrühstück ihre Außenbestuhlung wie üblich zu den Öffnungszeiten aufzustellen.

Ihren Unmut darüber hatten die Gastronomen während der beiden Feste auch mit Aushängen deutlich gemacht. So hatte beispielsweise Elke Fürthaler vom Central Café formuliert: „Liebe Gäste, darf euch nur im Central Café bewirten, weil wir beim Bella Italia Fest nicht teilnehmen dürfen.“ Im Komma war zu lesen, dass die Betreiber von der Veranstaltung ausgeschlossen worden seien und verboten wurde, Tische und Stühle draußen zu lassen. Daher habe man für „Besucher der Stadt-Sonderveranstaltung“ eine Toilettenbenutzungsgebühr erheben müssen. Denn nur als Anlaufstelle für das dringende Bedürfnis, so erklärt Dennis Schmidt von der Kneipe „Unikum“ am Schnellenmarkt, in der ein Zettel mit dieser Botschaft hing, habe man sich nicht verstehen wollen.

Niemand sei auf ihn zugegangen, um einmal zu fragen, ob er sich nicht am Fest beteiligen wolle, so Schmidt. Stattdessen habe er einen Brief mit der Anordnung der Stadt erhalten. Das Schreiben ging auch an Elke Fürthaler vom Central Café. Ihr sei bei Gesprächen mit Citymanager Joachim Lotz mitgeteilt worden, dass man keine Durchmischung von der italienischen Dekoration und dem Gestühl der Gaststätten haben wolle, berichtet die Café-Betreiberin.

Auch Lotz spricht auf AZ-Nachfrage diesen Aspekt an, will ihn aber nicht als ausschlaggebend verstanden wissen. Der entscheidende Grund für die Untersagung sei ein ordnungsrechtlicher gewesen. Der Citymanager verweist auf die Stadt.

Diese erklärt, dass für die Veranstaltungen die gesamte Fläche rund um den Schnellenmarkt-Brunnen gebraucht wurde. Nach dem Veranstaltungskonzept hätten damit die Gehwegbereiche für Rettungskräfte freigehalten werden müssen. Somit sei den Gastronomen eine Sondernutzungserlaubnis für den öffentlichen Straßenraum entzogen worden. 

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