Anmeldung der Erstklässler / Zwei Anträge auf Umwandlung

Ganztagsschule: Bald gibt´s erste Zahlen

+
Die Politik informierte sich bereits über die Grundschule in Holdenstedt. Sie will einen Ganztagsunterricht anbieten. Eva Bernsdorff-Harneit ist zuversichtlich, dass die Kriterien erfüllt werden.

Uelzen. Bereits in wenigen Wochen werden den Grundschulen in Uelzen die ersten zuverlässigen Zahlen zu dem Bedarf an Ganztagsgrundschulplätzen vorliegen.

Ab Ende April erfolgen die Anmeldungen für die Abc-Schützen des Schuljahres 2016/17, ab dem an sechs Bildungseinrichtungen nach dem Stadtratsbeschluss Ganztagsgrundschulangebote eingeführt werden können. Voraussetzung dafür sind mindestens 13 Anmeldungen für je einen Jahrgang oder 20 Anmeldungen für zwei Jahrgangsstufen (AZ berichtete).

Die Bedarfe für die ersten Klassen werden mit den Anmeldungen der künftigen Grundschüler deutlich. Obwohl noch mehr als ein Jahr bis zur Einschulung bleibt, müssen Eltern bereits jetzt tätig werden, weil das Sprachvermögen getestet wird und die Mädchen und Jungen gegebenenfalls noch eine Sprachförderung erhalten.

Zur verbindlichen Einführung eines Ganztagsunterrichts an einer der sechs Grundschulen müssen jedoch auch noch die Bedarfe in den jetzigen zweiten und dritten Klassen ermittelt werden, erläutert Stadtsprecherin Ute Krüger auf Anfrage. Sie bestätigt der AZ, dass die Schulleiter für Dienstag, 21. April, eingeladen wurden, damit unter anderem das Prozedere zur Bedarfsermittlung in den höheren Klassen besprochen werden kann.

Bereits vor einer Einigung der Politik in der Frage der Ganztagsgrundschulen hatten die beiden Bildungseinrichtungen aus Westerweyhe und Holdenstedt einen Antrag auf Einführung von Ganztagsangeboten gestellt. Die Schulen in Westerweyhe und Holdenstadt müssten nun zur Genehmigung der Anträge die beschlossene Mindestanzahl von Ganztagsgrundschülern nachweisen, so Krüger.

Eva Bernsdorff-Harneit, Leiterin der Grundschule in Holdenstedt, ist zuversichtlich, dass diese Hürde genommen wird. Es wäre aus ihrer Sicht fraglich gewesen, ob Holdenstedter Eltern für ein Ganztagsangebot ihre Kinder auch in die Kernstadt gefahren hätten, aber wenn die Schüler nun einen kurzen Weg hätten, würde der Ganztagsunterricht sicherlich wahrgenommen. Derzeit besuchen 99 Kinder die Grundschule Holdenstedt.

In Westerweyhe werden 150 Mädchen und Jungen in der Grundschule unterrichtet. Deren Leiterin Maria Lembeck erklärt, dass man bereits dabei sei, ein Konzept für den Ganztagsunterricht zu erstellen. Zunächst stehe die Gesprächsrunde mit allen Schulleitern an. Wie die Stadt Uelzen mitteilt, liegen derzeit noch keine weiteren Anträge zur Einführung von Ganztagsangeboten vor.

Von Norman Reuter

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare