Uelzener Verwaltung des Kirchenkreises bleibt bis auf Weiteres eigenständig

Fusion der Uelzener Ämter ist passé

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Das Kirchenkreisamt in der Uelzener Innenstadt: Einen Anbau wird es erst einmal nicht geben, weil keine Fusion mit der Verwaltung in Lüchow-Dannenberg zustande kommt.

Uelzen/Landkreis. Die Zusammenlegung der beiden Kirchenkreisämter Uelzen und Lüchow-Dannenberg ist erst einmal in „weite Ferne gerückt“, wie sich Uelzens Propst Jörg Hagen ausdrückte.

Eigentlich sollte der Kirchenkreistag in der vergangenen Woche über eine Fusion der beiden Verwaltungsstellen beschließen, doch es hapert wie so oft an den Finanzen. Einen Fusions-Beschluss hat es somit nicht gegeben.

Zur Erinnerung: Die evangelisch-lutherische Landeskirche in Hannover hatte schon vor einigen Jahren darauf gedrängt, das kleinere Kirchenkreisämter zusammengelegt werden sollen. Aus Gründen der Effizienz, wie es die Landeskirche seinerzeit unterstrich. „Das Einsparpotenzial werde dabei langfristig gesehen“, so Hagen. Zu einem Stellenabbau oder gar Kündigungen sollte es bei einer Fusion der Verwaltungseinheiten nicht kommen, so der Propst (AZ berichtete). Nach der Zusammenlegung sollten rund 40 Mitarbeiter für die Kirchenverwaltung in Uelzen arbeiten.

Dafür wäre allerdings ein Anbau an das Gebäude an der Ecke Tauben/Ringstraße in der Uelzener Innenstadt erforderlich. Hagen schätze die Kosten auf rund zwei Millionen Euro. Nur: Lüchow könne seinen Anteil nicht stemmen, sagt der Uelzener Kirchenkreis-Chef. Insofern sei die Zusammenlegung der beiden Kirchenämter erst einmal vom Tisch. Jörg Hagen sagt aber auch: „Wir müssen in dieser Hinsicht vielleicht ganz neu und von vorne überlegen.“

Von Jens Schopp

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