Internet-Ausbau im Kreis verzögert sich / Vodafone muss Masten noch umrüsten

Funknetz erst ab November

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In den gelb oder orange markierten Gebieten können die Haushalte schon jetzt per LTE-Technik schnell surfen. Die hellblauen Bereiche sollen ab November folgen. Trotzdem werden einige wenige „weiße Flecken“ bei der Internet-Versorgung im Kreis Uelzen bestehen bleiben.

Uelzen/Landkreis. Der Breitband-Ausbau im Kreis Uelzen stockt derzeit. Bis Ende 2011 will die Firma Vodafone fast alle Haushalte im Kreisgebiet mit schnellen Internet-Funkverbindungen versorgen. Doch erst ab November können die meisten „weißen Flecken“ getilgt werden.

Das teilte Thomas Zwemke, Fachreferent des Telekommunikationsanbieters, jetzt im Kreis-Wirtschaftsförderungsausschuss mit. „Ab November werden wir auf einen Schlag fast den gesamten Bereich in Betrieb nehmen“, sagte er. Die Übertragungsgeschwindigkeit werde mindestens drei Megabit pro Sekunde betragen.

Wie berichtet, hat Vodafone den Zuschlag für die Breitband-Versorgung in den Kreisen Uelzen, Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und im Heidekreis (Soltau-Fallingbostel) erhalten. Das Unternehmen setzt dabei die moderne Funktechnik „Long Term Evolution“ (LTE) ein. Zehn existierende Sendemasten im Kreis Uelzen hat Vodafone bereits entsprechend umgerüstet. Diese versorgen zurzeit Gebiete im Süden und Westen von Uelzen mit schnellem Internet. Die Uhlenköperstadt selbst wird hingegen von verschiedenen Anbietern per Kabel oder UMTS-Technik versorgt.

In den kommenden Monaten wird Vodafone 15 weitere bestehende Sendeanlagen im Landkreis auf die LTE-Technik umrüsten. Dann werden auch die allermeisten bislang unversorgten Haushalte schneller surfen können. Alles hängt jedoch von einem Funkmast nahe Barum ab, der als Verteiler für das nördliche und östliche Kreisgebiet dient. Dieser muss noch an Glasfaserkabel angeschlossen werden, was voraussichtlich einige Monate dauern wird. „Alle geplanten Sendeanlagen laufen über diesen Sammler“, erklärte Zwemke. Sobald der Mast im November angeschlossen sei, könne Vodafone die übrigen LTE-Funkanlagen in Betrieb nehmen. Neue Masten sollen dagegen nicht gebaut werden.

Während weite Teile Lüchow-Dannenbergs schon mit Breitband-Funkverbindungen ausgestattet sind, werde Vodafone im Kreis Uelzen auch künftig einige Orte in Randbereichen nicht mit schnellem Internet versorgen können, bedauerte Zwemke. So seien beispielsweise in Wichtenbeck, Dreilingen, Velgen und Groß Thondorf wegen der Beschaffenheit des Geländes keine oder kaum Funkverbindungen möglich. Deshalb sucht der Ausschuss für Wirtschaftsförderung nun nach Alternativ-Lösungen.

Von Bernd Schossadowski

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