Stadtrat beschließt Aufstellung eines Bebauungsplans / WIR für Uelzen erinnert an Hochwasserlinie

Fünf Vollgeschosse an Mühlenstraße

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Noch wird die Fläche als Parkplatz genutzt: Für das Quartier zwischen der Schuhstraße und der Mühlenstraße soll ein neuer Bebauungsplan erstellt werden. Der Stadtrat hat dafür der Verwaltung grünes Licht gegeben.

Uelzen. Für die Bebauung des Quartiers zwischen der Schuhstraße und der Mühlenstraße in Uelzen wird ein neuer Plan erstellt.

Nachdem bereits der Ausschuss für Stadtplanung, Umwelt und Bauen sowie der Verwaltungsausschuss die Aufstellung eines Bebauungsplanes für den Innenbereich Mühlenstraße empfohlen hatten, hat sich nun auf seiner Sitzung am Montagabend auch der Uelzener Stadtrat dafür entschieden. Dagegen stimmte die Ratsfrau Susanne Niebuhr (WIR für Uelzen). Sie empfahl, zunächst die Festsetzung des Überschwemmungsgebietes durch das Land Niedersachsen abzuwarten und die Arbeiten am Bebauungsplan solange zu vertagen.

Auf Wunsch des neuen Eigentümers und der künftigen Investoren soll am Standort des ehemaligen Tep & Tap-Gebäudes ein „verdichtetes innerstädt-isches Wohnquartier mit Ergänzungsnutzungen“ entstehen. Für den Eckbereich Mühlenstraße/Kleine Mühlenstraße ist, wie berichtet, eine turmartige Lösung vorgesehen, die sich in Richtung Schuhstraße abtreppt. Nach der Entscheidung des Stadtrates sollen dort nun Gebäudeteile mit fünf Vollgeschossen anstatt der bislang dreigeschossigen Bebauung errichtet werden.

Der „Bebauungsplan der Innenentwicklung“ soll in einem beschleunigten Verfahren aufgestellt werden. „In diesem Verfahren kann unter anderem von der Aufstellung eines Umweltberichtes und einer zusammenfassenden Erklärung abgesehen werden“, heißt es in der Vorlage für den Rat. Für Ratsfrau Susanne Niebuhr geht das einen Schritt zu weit. Sie befürchtet, dass nach der Festsetzung der Hochwasserlinie, die nach bisheriger Planung den Bereich der Mühlenstraße im Fall eines hundertjährigen Hochwassers mit einschließt, der Bebauungsplan erneut überarbeitet werden müsste. Baudezernent Karsten Scheele-Krogull hält die Festsetzung des Überschwemmungsgebietes in Bezug auf die Bebauung dieser Fläche für unbedenklich. Er hielt dem entgegen, dass der Stadtrat lediglich über den Aufstellungsbeschluss abstimmen sollte. Über den Bebauungsplan, der dann innerhalb der nächsten Monate erstellt werde, habe die Politik etwa in einem halben Jahr nochmals zu befinden.

Die Stadt hatte in Abstimmung mit dem ursprünglichen Eigentümer eine europaweite Ausschreibung für diesen Komplex an der Schuhstraße/Mühlenstraße/Kleine Mühlenstraße durchgeführt, der im Zusammenhang mit dem Bau des Marktcenters am Veeßer Tor steht. Nach dem Konzept des heutigen Eigentümers sollen an der Schuhstraße Wohn- und Geschäftshäuser entstehen, an der Mühlenstraße Wohnhäuser.

Von Diane Baatani

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