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Fünf Schüler aus Uelzen drehen eigenen Film

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Von: Theresa Brand

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Max Stark, Enno Klautke, Leo Claus, Joris Lühr und Mika Teichmann halten eine Kamera und eine Filmklappe in den Händen.
Die Uelzener Schüler Max Stark, Enno Klautke, Leo Claus, Joris Lühr und Mika Teichmann (von links) drehen einen Film über eine Entführungsposse. © Theresa Brand

Das Filmen ist ihre Leidenschaft: Fünf Schüler des Uelzener Herzog-Ernst-Gymnasiums setzen ein Projekt aus dem Englisch-Unterricht in ihrer Freizeit fort. Gemeinsam drehen sie einen Film. Darin geht es eine Entführungsposse.

Wenn es ein Zeichen dafür gibt, dass Schülern der Unterricht Spaß macht, dann, dass sie in ihrer Freizeit ein Projekt mit Begeisterung weiterführen. Fünf Jugendliche vom Herzog-Ernst-Gymnasium in Uelzen machen nun genau das und drehen einen Film über eine Entführungsposse, mit dem sie an eine Schulaufgabe anschließen.

„Das hat uns so viel Spaß gemacht, dass wir dachten, wir machen das selber weiter“, erzählt Leo Claus. Gemeinsam mit seinen Mitschülern Max Stark, Enno Klautke, Joris Lühr und Mika Teichmann galt es, zuerst einen kleinen Film im Zuge des Spanisch-Unterrichts zu drehen.

Im April wurde dann auch im Englisch-Unterricht ein solches Projekt gestartet und die fünf Jungs, die sich „Novedad de Historia“ nennen, fanden sich wieder als Gruppe zusammen. „Wir konnten uns komplett frei ein Thema aussuchen“, sagt Leo. „Unseres ist dann ein bisschen ausgeartet“, ergänzt Enno und lacht. Sie entwickelten eine Story, in der eine Entführung für Aufsehen sorgt – doch alles endet in einem großen Verwirrspiel.

Auf einer Klassenfahrt schließlich kommen sie gemeinsam auf die Idee, in ihrer Freizeit einen weiteren Film zu drehen. Leo erzählt: „Es war echt schwierig, ein Thema zu finden.“ Doch dann hatte er die zündende Idee, den Film aus dem Englisch-Unterricht einfach weiter zu entwickeln. Erst haben sie überlegt, eine Fortsetzung zu machen. „Aber wir mussten noch so viel zu dem ersten Film erklären“, begründet Max, warum jetzt die Vorgeschichte gedreht wird.

Bis es zum eigentlichen Dreh kommt, muss aber im Vorfeld eine Menge geplant werden. „Insgesamt haben wir bestimmt neun oder zehn Stunden dafür gebraucht“, sagt Leo. Und die einzige Vorerfahrung, die die Fünf haben, ist die aus der Schule. „Mit dem Schneiden habe ich einfach irgendwann angefangen“, erzählt Max. Mika wiederum sagt: „Ich beschäftige mich gerne mit Technik und Beleuchtung. Ich mag es, wenn Video und Licht gut zusammenpassen.“

Das erforderliche Equipment bezahlen die Hobby-Filmemacher aus eigener Tasche. Für das Mikro beispielsweise haben alle zusammengelegt. Mika spart auch schon für neue Technik, denn dies soll nicht ihr letzter Film sein. Veröffentlichen wollen sie ihn aber wahrscheinlich nicht, höchstens ihren Mitschülern zeigen.

Auf die Frage, was ihr Englischlehrer dazu sagt, fangen alle an zu lachen. Und Leo erklärt: „Der spielt selbst bei diesem Film mit. Das sagt alles, oder?“

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