BI Uelzen plant nächste Aktion im Vorfeld des Castor-Transportes

Frühstück vor dem Salzstock

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tm Uelzen/Gorleben. In zwei Monaten wird voraussichtlich der nächste Castor-Transport ins atomare Zwischenlager Gorleben rollen – Anlass für die Bürgerinitiative (BI) gegen Atomanlagen Uelzen, jetzt wieder mobil zu machen.

Am Sonnabend, 24. September, wollen sich die Mitglieder ab 11 Uhr vor der Hauptzufahrt zum Salzstock Gorleben einfinden. „Dabei wird auch das atomare Zwischenlager Ziel des Protestes sein“, kündigt Mitinitiator Bernd Ebeling an. Vor der Zufahrt wollen die Protestler ein spätes Frühstück einnehmen. Ein „Spanischer Vorhang“ soll den Anblick auf das Erkundungsbergwerk verschleiern, wo tagtäglich im Salz gegraben werde. Die BI hofft auf zahlreiche Unterstützer. Bezüglich des bevorstehenden Castor-Transportes in das Zwischenlager fordert die BI die Absage und die Beendigung aller Vorbereitungen durch die Polizei. „Wir erinnern daran, dass bereits in den Jahren 1998 bis Anfang 2001 die hochgefährlichen Transporte unterblieben, da die Deckeldichtungen der Behälter nicht gesetzeskonform waren“, so Ebeling. Außerdem hätten in den Jahren 2007 und 2009 keine Transporte stattgefunden, da es keine genehmigten Behälter gab. Nach Erkenntnissen der BI laufen bei der Polizei ungeachtet der jüngst gemessenen Strahlen-Werte in der Castor-Halle die Vorbereitungen für den nächsten Atommüll-Transport. Dabei sei ein Zeitfenster von der zweiten Novemberhälfte bis in die erste Dezemberwoche wahrscheinlich, haben die Atomkraftgegner recherchiert. Als Starttermin in Frankreich gilt der 24. November. Derweil sichert die Bundespolizei bereits wieder neuralgische Punkte entlang der Bahnstrecke Lüneburg-Dannenberg, über die der Castor rollen muss. Die BI Uelzen trifft sich weiter montags um 17 Uhr in der Uelzener Fußgängerzone/Ecke Achterstraße zu ihren Mahnwachen. Außerdem gibt es am 8. Oktober einen Info-Stand beim Herbstfest der Woltersburger Mühle.

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