Ostern wird im Landkreis Uelzen spätwinterlich kalt, wechselhaft und windig / Regen erst nach den Feiertagen

Ein Frühling mit Schal und Mütze

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Warm eingepackt im Stadtwald: Die Stadtforst Uelzen hat zur geführten Fütterung im Wildgehege eingeladen. Am Dienstag nach Ostern, 10. April, von 14 bis 15 Uhr gibt es noch einmal Gelegenheit. Die Stadtforst bittet um Anmeldung unter der Rufnummer (05 81) 24 82.

Uelzen/Landkreis. Wer geglaubt hatte, dass sich der Winter nach dem fast schon sommerlich warmen März schon aufs Altenteil zurückziehen würde, wird jetzt eines Schlechteren belehrt.

Nach den aktuellen Wettertrends gönnt sich der Frühling vielleicht sogar bis über die Monatsmitte hinaus eine Pause. Damit bestätigt sich wieder einmal die alte Bauernregel, die da heißt: „Taut es im März nach Sommers Art, hat der April einen weißen Bart. “.

Das ist auch nichts Ungewöhnliches. Denn im April liegen Winter und Sommer oft dicht beieinander, besonders in der ersten Monatshälfte. Weiße Überraschungen à la Graupel und Schnee sind deshalb bei frühen Osterterminen keine Seltenheit. Erst im letzten Aprildrittel ziehen Sonne und Wärme in der Regel kräftig an. Entsprechend sind die Wetteraussichten für die anstehenden Feiertage wenig berauschend.

Nach einem sehr sonnigen Karfreitag mit aufkommenden Regen am Abend, stößt am Karsamstag auf der Rückseite einer nach Süden durchziehen Kaltfront arktische Kaltluft nach Norddeutschland vor.

Bei maximal 5 Grad und einem frischen, in Böen auch starken bis stürmischen Nordwind, ziehen Schneeregen und Graupelschauer durch, die zum Abend nachlassen. Immerhin werden die dann in Stadt und Land lodernden Osterfeuer die durch den böigen Wind verstärkte frostige Kälte etwas lindern. Nach klarer Nacht mit Frösten um minus 3 bis minus 5 Grad am frühen Ostermorgen, werden im Garten versteckte Eier steinhart gefroren sein. Tagsüber lässt zeitweiliger Sonnenschein, maximal 8 Grad und nur vereinzelte Schnee- und Graupelschauer vielleicht doch noch richtige Osterstimmung aufkommen. Am Ostermontag ist dann schon wieder Schluss mit der Sonne. Atlantische Tiefausläufer bringen mit leichtem Regen auch die trübe Stimmung zurück.

Fazit für längere Feiertagsfahrten: Wer noch umdisponieren kann, sollte lieber daheim bleiben oder die Fahrt ins Blaue sowie den sprichwörtlichen Osterspaziergang auf den Sonntag legen.

Im März ließ der Frühling sein blaues Band im Kreis Uelzen schon sehr schön flattern. Anhaltend hoher Luftdruck über weiten Teilen Europas war der Grund dafür, dass sich zwischen Aller und Elbe einer der trockensten Märzmonate seit Beginn der Niederschlagsmessungen (Lüneburg 1853) einstellte. Entsprechend ausdauernd schien die Sonne, die ihr Monatssoll bis zu 40 Prozent übertraf. Hinsichtlich der Wärme erreichte der erste Frühjahrsmonat im nordöstlichen Niedersachsen exakt das Rekordniveau vom März 1938. Der enorme Temperaturüberschuss von 3,6 bis 3,9 Grad spiegelte sich in den wenigen Frosttagen wider, die vielfach nur die Hälfte, gebietsweise sogar nur ein Drittel der üblichen Anzahl (12 bis 16 Tage) erreichten.

Bemerkenswert für einen Monat, der für 15 Grad Minus allemal gut ist: Selbst im bekannten Kälteloch im nahen Faßberg sanken die tiefsten Temperaturen nicht einmal auf minus 5 Grad.

Von Reinhard Zakrzewski

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