Schneiden, Mähen, Harken: Uelzener bringen ihre Gärten in Schuss

Frühjahrsputz in Natur-Oasen

Heike Leipski kümmert sich um den Vorgarten ihrer Schwiegermutter. Dort blüht es zurzeit fast überall.

Uelzen. Mit seiner Heckenschere kommt Nils Müller den Zweigen, die über den Gehweg ragen, gefährlich nah. Und dann passiert es: „Schnipp“, sagt er fröhlich, „das Stück musste ab.

“ Weil die Wetterprognose für das vergangene Wochenende günstig war, trieb es viele Naturfreunde wie Müller raus in den Garten. Kurzfristig trafen sich einige Mitglieder der Neuapostolischen Kirche in Uelzen, um mit Müller die nötigsten Frühjahrsarbeiten im Garten ihres Gemeindehauses an der Alewinstraße zu erledigen.

Nur wenige Häuser weiter, an der Ecke zum Bohldamm, bearbeiten eine Mutter und ihr Sohn den Rasen. „Der war so hoch gewachsen, dass die Krähen schon darin nisten könnten“, erzählt die Frau und lacht. Beide Hortensien-Sträucher tragen schon grüne Blätter, viele kleine Knospen sind zu sehen. „Spätestens im Mai blühen sie in rosa und lila Tönen“, freut sich die Frau, während ihr Sohn mit dem mechanischen Rasenmäher das Grün kürzt. „Ein Motormäher wäre uns zu laut“, deutet sie mit beiden Händen an ihre Ohren. „Und die Nachbarn würde es auch stören.“

Bis Ostern wollen sie es schön haben, verrät sie. Wenn Besuch kommt, soll es einladend wirken, meinen andere und außerdem haben die Nachbarn schon alles schön, da will man nicht hintenan stehen.

Für Heike Leipski ist der kleine Garten der Schwiegermutter die Kür, nachdem sie das eigene 1250 Quadratmeter große Grundstück in Lüneburg schon in Schuss gebracht hat. „Das macht Spaß und es hält fit“, meint sie. Ihre 92-jährige Schwiegermutter schafft es nicht mehr, den Vorgarten des Eckgrundstücks selbst zu pflegen. Nun steht das Haus zum Verkauf, da soll der Garten „schön wie eh und je“ erscheinen, sagt die Frau und zeigt auf die vielen verschiedenen Pflanzen.

Inzwischen ist Nils Müller im eigenen Garten in Veerßen angekommen, wo er starke Unterstützung von seinen Kindern erhält. Tobias und Jelle sind mit Hacke und Spaten unterwegs, ihre kleine Schwester Tilda wird zum Spaß in der Schubkarre umhergefahren. Der achtköpfigen Familie geht es nicht nur um gepflegtes Aussehen, sie will in dem Garten den Sommer über Spiel- und Rückzugsmöglichkeiten finden. Hunde und Katzen, aber auch die Wellensittiche in der Voliere und die Schildkröten im Freilauf sollen sich wohl fühlen. Im kleinen Nutzgarten sprießen Erdbeerpflanzen, und im Kräutergarten gedeihen Salbei, Rosmarin, Thymian und Pulsatilla.

Von Angelika Jansen

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