Fristverlängerung gewährt

tm Uelzen/Verden. Das Verfahren der Staatsanwaltschaft Verden gegen den Geschäftsführer der Uelzener Stadtwerke, Markus Schümann, im Zuge der Mahnwesen-Affäre verzögert sich: „Der Anwalt des Beschuldigten hat um Fristverlängerung für seine Stellungnahme gebeten“, erklärte Oberstaatsanwalt Jann Scheerer.

Die auf Korruptionsdelikte und Wirtschaftskriminalität spezialisierte Verdener Behörde ermittelt gegen Schümann wegen des Verdachts der Vorteilsgewährung. Hintergrund ist die Beauftragung des damaligen CDU-Spitzenmannes Christian Teppe mit der Abwicklung des Mahnwesens für die Stadtwerke. Teppe kassierte dafür einerseits jährlich fünfstellige Beträge von den Stadtwerken und hatte andererseits in seiner Funktion als Ratsherr und Mitglied der Gesellschafterversammlung eine Kontrollfunktion über das städtische Unternehmen.

„Eine solche Konstellation erweckt den Eindruck, dass man hier Klimapflege betrieb, indem man einen Ratsherren mit dem Mahnwesen beauftragte und ihn so womöglich wohlgesonnen stimmte“, fasst Scheerer das Ermittlungsverfahren zusammen. Ursprünglich war die Anhörungsfrist für Schümann Ende April abgelaufen – doch die Staatsanwaltschaft willigte in die Fristverlängerung ein.

Die Staatsanwaltschaft hatte wegen des Verdachts der Vorteilsnahme Büros bei Anwalt Teppe, im Rathaus und bei den Stadtwerken durchsucht und schließlich gegen eine Zahlung von 80 000 Euro von einer Anklage wegen Vorteilsnahme abgesehen.

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