Frisch und fröhlich in 180 Sekunden

Uelzener Sieger des Kurzfilmwettbewerbs zum Stadtjubiläum virtuell gekürt

Die Brüder Rahul und Karan Pathak (von links) mit einer Siegerpose.
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Mit ihrem Musikvideo „One World“ zum gleichnamigen Clint-Ivie-Song haben die beiden Brüder Rahul und Karan Pathak (von links) den Kurzfilmwettbewerb „UE-180“ gewonnen.
  • Norman Reuter
    vonNorman Reuter
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Im Rahmen einer virtuellen Preisverleihung sind jetzt die drei Sieger des Kurzfilmwettbewerbs „UE-180“ gekürt worden.

  • Beim Kurzfilmwettbewerb „UE-180“ wurden insgesamt 40 Beiträge eingereicht.
  • Sieger des mit 600 Euro dotierten Wettbewerbes sind die Brüder Rahul und Karan Pathak.
  • Voraussetzung für die Teilnahme: Bezug zur Hansestadt.

Uelzen – Zum 750-jährigen Geburtstag Uelzens hatten die Hansestadt und die Landesarbeitsgemeinschaft „Jugend und Film Niedersachsen“ das Projekt gemeinsam ausgeschrieben, bei dem Teilnehmer bis zu einem Alter von maximal 27 Jahren einen höchstens 180 Sekunden kurzen Film mit Bezug zu Uelzen erstellen sollten.

Insgesamt wurden im Rahmen des mit 600 Euro dotierten Wettbewerbes 40 Beiträge eingereicht, jedoch konnten nicht alle in die Wertung kommen, weil oftmals der geforderte Bezug zur Hansestadt fehlte. „Wir sind den prämierten Teilnehmern sehr dankbar, dass sie eigens einen Film produziert haben, mit dem man ja am Ende nicht reich wird. Zum Glück haben wir es geschafft, den Wettbewerb zu einem guten Ende zu bringen“, sagte Stadtjugendpfleger Christian Helms, der dort auch die alle zwei Jahre stattfindenden Uelzener Filmtage mitverantwortet.

Eine fünfköpfige Jury mit Filmemacher Georg Tabeling, Bürgermeister Jürgen Markwardt, Jan Dammann (Vorstand Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg), Thomas Kirchberg (1. Vorsitzender LAG Jugend und Film) sowie AZ-Redaktionsleiter Lars Becker sichtete im Vorfeld alle Filme, die in die Wertung gekommen waren, und vergab dann am Dienstag in einer Online-Sitzung intern die Preise. Als dann die Filmemacher selbst hinzugeschaltet wurden, fand die eigentliche Preisverleihung statt.

Für den dritten Platz beglückwünschte Lars Becker die Mädchengruppe „Womanpower“ des Jugendmigrationsdienstes CJD. Die Mädchen im Alter von 15 bis 26 Jahren bildeten in ihrem Beitrag aus dem Genre Dokumentation mit dem Titel „Weil ich hier wohne“, der vom Hundertwasser-Bahnhof aus einen Spaziergang durch die Stadt samt Interviews beinhaltete, auch die Hauptstelle der Sparkasse und das AZ-Medienhaus filmisch ab, so dass sie der Ausschreibung entsprechend dafür in Summe neben dem Preisgeld von 100 Euro weitere 100 Euro bekommen. Der Beitrag selbst entstand in zwei Drehtagen, danach wurde geschnitten.

Platz zwei und 200 Euro gingen an ein Filmteam um Ole Hellström für den Beitrag „Uelzen180“. Auch hier werden Schauplätze aus Uelzen präsentiert, Menschen aus der Stadt kommen zu Wort. „Ein ausgesprochen frischer und authentischer Film, der technisch sehr gut gemacht ist“, würdigte Jan Dammann die jungen Macher. Besonderheit hier: Laut Hellström fanden Konzeption, Dreh und Schnitt an einem einzigen Tag statt.

Zum mit 300 Euro gekürten Sieger avancierten die Brüder Karan und Rahul Pathak für ihr Musikvideo „One World“ zum entsprechenden Song von Clint Ivie. Dieser Film mischt Breitband-Aufnahmen mit Handy-Clips vieler Uelzener, die mit dem „Daumen hoch“ signalisieren, dass sie trotz Corona zuversichtlich in die Zukunft schauen. „Nahezu ein Profi-Werk, technisch und thematisch nah an der Perfektion mit klarem Skript, innovativen Schnitten und einer Botschaft, die Gänsehaut pur vermittelt: Das ist ein Mutmach-Film in einer schweren Zeit“, befand Bürgermeister Jürgen Markwardt. „Toll, dass Kreativität auch jetzt in dieser verrückten Zeit lebendig bleibt. Wir hatten keine großen Erwartungen und sind glücklich über Platz eins“, so die Kathaks.

Ein Zusammenschnitt der Preisverleihung ist bereits auf dem Youtube-Kanal der LAG Jugend und Film zu sehen. Auch die prämierten Beiträge werden zeitnah veröffentlicht.

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