Rekord bei Klima-Demo

„Fridays for Future“ mobilisiert in Uelzen rund 1.300 Menschen

Eine Schlange von 1.300 Menschen zog gestern durch Uelzens Innenstadt.
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Eine Schlange von 1.300 Menschen zog gestern durch Uelzens Innenstadt.

Uelzen – Der Wendekreis am Hundertwasser-Bahnhof war gestern um 11 Uhr bereits in vollem Umfang mit Menschen aller Altersstufen bevölkert.

Ein Rekord zeichnet sich ab: 1.200 Menschen – so die offizielle Angabe der Hansestadt Uelzen am Freitagmittag – demonstrieren in Uelzen für eine klimagerechtere Politik (AZ berichtete). Die Uhlenköperstadt ist eine von deutschlandweit 575 Städten, die am globalen Klimastreik teilnehmen, zu dem die „Fridays for Future“-Bewegung aufgerufen hatte.

Mit zahlreichen Plakaten mit Slogans wie „Wir schwänzen nicht, wir kämpfen!“ ausgestattet – vornehmlich aus eigener Herstellung – zog der Tross über die Bahnhofstraße in Richtung Innenstadt. Mehrere Polizisten übernahmen die Verkehrsführung, Ampeln verloren ihre Bedeutung. Als die Fußgängerzone zur Durchquerung erreicht wird, kann das Ende der Demonstration mit bloßem Auge nicht einmal abgeschätzt werden. Am Alten Rathaus bog der Zug in die Veerßer Straße ein und marschierte – zwischen Rathaus und Oktoberfestzelt hindurch – über den Herzogenplatz. Die Mühlen- und Gudesstraße bringen die Menschenmasse zurück zum Alten Rathaus, wo bereits Lautsprecher für die Kundgebung aufgebaut wurden.

Tim Baumann, der bisher alle „Fridays for Future“-Demonstrationen in Uelzen organisiert hat, bedankte sich bei den Anwesenden. Jubel brandete auf, als er 1.200 als Teilnehmerzahl bekannt gab. Dr. Mathias Böker von der Nordzucker AG begann als erster Redner mit dem Satz: „1.200 Schüler, das ist Wahnsinn.“ Weiter kommt er erstmal nicht. „Und Eltern“, ruft jemand von links. „Und Omas“, ruft jemand von rechts. Die Polizei meldet am Nachmittag, dass es sogar 1.300 Teilnehmer waren.

VON ANDREAS URHAHN

Lesen Sie zu diesem Thema auch den Kommentar von AZ-Redakteur Andreas Urhahn.

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