Freude über gescheitertes Bürgerbegehren

Die Bürgerinitiative „Keine Nazistraßen in Uelzen“, hier bei einer Demonstration vor wenigen Tagen , ist froh, dass das Bürgerbegehren für die Rückbenennung der Farinastraße gescheitert ist. Foto: dpa

Uelzen. Die Bürgerinitiative (BI) „Keine Nazistraßen in Uelzen“ ist erleichtert darüber, dass das Bürgerbegehren zur Rückbenennung der Straße „Am Stadtgut“ in Farinastraße wegen der fehlenden gültigen 34 Unterschriften gescheitert ist (AZ berichtete).

Zudem kritisieren die BI-Sprecher Friedhelm Klinkhammer und Borvin Wulf den Mitinitiator des Bürgerbegehrens, CDU-Ratsherrn Peter Lücke. Es sei „moralisch und politisch verantwortungslos“ gewesen, wie Lücke als Vertreter einer demokratischen Partei „populistisch und mit platter Rhetorik“ versucht habe, Uelzener Bürger „für ein Vorhaben zu gewinnen, das den Charakter des Ewiggestrigen trägt“. Die Quittung dafür habe Lücke nun erhalten.

Trotzdem sind Klinkhammer und Wulf nach eigener Aussage ernüchtert, dass mehr als 2800 Uelzener für die geforderte Rückbenennung der Straße unterschrieben haben. Für die Sprecher der BI ist Johann Maria Farina ein „Bürgermeister, der den Terror der Nazis öffentlich bejubelte, Menschen ins KZ schickte, auf eigenes Betreiben einen Nazigegner nach Verbüßung der so genannten ,Schutzhaft‘ ins KZ überstellte und als Polizeichef sogar das öffentliche Aufhängen eines Zwangsarbeiters mitten in der Stadt durch ein SS-Lynchkommando duldete“.

Von Bernd Schossadowski

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