Oldenstädter Gospelchor „GO up!“ probt für das Jubiläumskonzert

Aus Freude am Singen

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Der Gospelchor Oldenstadt probt derzeit für sein großes Jubiläumskonzert am kommenden Sonnabend in der Oldenstädter Klosterkirche.

Uelzen-Oldenstadt. „Sopran, Tenor, drei, vier. “ Christof Struck gibt den Einsatz vor. Und dann wird gesungen. „Wrap your arms around me“, trägt der Gospelchor Oldenstadt vor. Struck begleitet auf dem Keyboard.

Es ist Sonnabendnachmittag und Probenzeit im Gemeindehaus in Oldenstadt. Die Chorsänger, heute sind es gut 20, haben Kaffee und Kuchen für die Pause während der langen Probe mitgebracht. Es gibt Gespräche miteinander und Heiterkeit. Die Gospelmusik verbindet. Manche schon seit zehn Jahren.

Da gründete sich der Gospelchor Oldenstadt („GO up!“) nach einem Workshop am 1. März 2008 mit dem heutigen Chorleiter. Geprobt wird seither an einem Sonnabend im Monat. Und am Sonnabend, 3. März, um 19 Uhr gibt es das Jubiläumskonzert in der Oldenstädter Klosterkirche.

„Das Besondere ist, dass der Chor nicht an einem Wochentag probt“, sagt Struck. Die Sängerinnen und Sänger müssten sich deswegen keinen Abend in der Woche freihalten. „Ob Kinder oder Hund – das lässt sich besser organisieren.“

Struck, der mehrere Chöre leitet, sagt von sich, dass er Musik auch für sich selbst machen würde, wenn es die Chöre nicht gebe. „Wir singen gern Modern Gospel, weniger Traditionals oder spirituelle Gospels. Festgelegt sind wir aber nicht.“ Struck wird für seine Übungsstunden von der Kirchengemeinde honoriert. Und so wird bei „GO up!“ mal dreieinhalb, mal fünf Stunden geprobt.

Petra Havemann ist eine der Sängerinnen, die von Anfang an in Oldenstadt dabei ist. „Es ist die Begeisterung für das Singen und den Gospel“, sagt sie. „Die Melodien sind recht schön, und es war damals eine offene Gruppe, von der ich in der Zeitung gelesen habe. Und so habe ich ausprobiert, ob das was ist.“ Bei vielen gebe es auch einen kirchlichen Hintergrund, „bei mir aber nicht“.

Während Havemann Sopran singt, gibt Silke Krämer dem Gesang mit ihrer Alt-Stimme Kontur. „Aus Spaß am Singen“ mache sie mit, sagt die 48-Jährige. „Wir treten bei Gottesdiensten und Gemeindefesten, bei Konfirmationen und auch mal bei einer Hochzeit oder einer Taufe auf.“

Silke Krämer hat zwar kein Lieblingsstück, aber wie die anderen Sänger auch mittlerweile einen dicken Ordner mit Noten zu Hause. „Wir machen ja auch immer etwas Neues, damit es für das Publikum interessant bleibt.“ Überdies: „Man kann sich persönlich kennenlernen und schließt Freundschaften im Chor.“

„Wenn man einen Termin gehabt hat, ist die Laune einfach besser. Man hat einen freieren Kopf“, sagt Hans-Jürgen Orth über die Auftritte des Chores. Gospel sei im Vergleich zu klassischer Kirchenmusik einfach „schwungvoller“. „Wenn man merkt, dass das Publikum beschwingt aus dem Saal geht, das macht Spaß“, sagt Orth, der Polizist ist und gemeinsam mit seiner Frau Petra bei „GO up!“ mitsingt.

Mit dem modernen Rhythmus erklärt sich auch Chorleiter Struck den Zulauf zu den Gospelchören. Und für Sänger und Sängerinnen ist noch Platz bei „GO up!“. Dann geht es weiter mit „Wrap your arms around me“. Ein neu einstudiertes Stück, das „GO up!“ am 3. März in der Klosterkirche für sein Publikum singen wird. Und noch dazu: Der Eintritt ist frei.

Von Christian Holzgreve

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