Uelzens Krankenhaus ist eines von 43 Häusern, die Rhön AG verkauft hat

Fresenius übernimmt Klinikum

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Die Fresenius-Tochter Helios hat das Uelzener Klinikum gekauft – und mit ihm 42 weitere Krankenhäuser.

ib Uelzen/Bad Homburg. Das Gesundheitsunternehmen Fresenius stärkt mit einem Überraschungscoup seine Spitzenposition am privaten Klinikmarkt in Deutschland.

Für gut drei Milliarden Euro kauft der Bad Homburger Konzern einen Großteil der Kliniken von Rhön und macht seine Tochter Helios damit zum Krankenhaus-Giganten mit einem Umsatz von knapp 5,5 Milliarden Euro. Unter den insgesamt 43 verkauften Kliniken ist auch das Klinikum Uelzen, dazu hat Fresenius 15 medizinische Versorgungszentren von Rhön gekauft.

Der Rhön-Konzern will sich künftig vor allem auf Einrichtungen konzentrieren, die spitzenmedizinische Vollversorgung im wissenschaftlich-universitären und maximalversorgungsnahen Umfeld bieten. „Die Basis der ‘neuen Rhön’ werden die Standorte Bad Berka, Bad Neustadt an der Saale, Frankfurt (Oder) sowie die Universitätskliniken Gießen und Marburg mit rund 5300 Betten bilden“, heißt es seitens der Rhön-Klinikum AG. Diese Häuser würden als sogenanntes „Campus-Konzept“ geführt.

Anders als eine Komplettübernahme ist der jetzige Klinik-Kauf ohne die Zustimmung der Hauptversammlung möglich – und kann daher nicht von den Konkurrenten gestoppt werden. Asklepios und B. Braun hatten sich zuletzt, wie berichtet, mit jeweils fünf Prozent bei Rhön eingekauft und damit einen milliardenschweren Übernahme-Versuch gestoppt.

Von Ines Bräutigam

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