Freiwillige Feuerwehr der Stadt Uelzen zieht Jahresbilanz / Viele Fehlalarme und Großbrände

45 Prozent mehr Einsätze

+
Die Uelzener Feuerwehr rückte im vergangenen Jahr zu insgesamt 108 Bränden aus, darunter zu diesem Feuer in der Scheune eines landwirtschaftlichen Betriebs in Westerweyhe. Die Brandursache steht bis heute nicht fest.

Uelzen. Zu insgesamt 345 Einsätzen und damit 106 mehr als im Jahr 2012 musste die Freiwillige Feuerwehr Uelzen im vergangenen Jahr ausrücken.

Wurden auf der Versammlung befördert (von links): Bernd Krok, Stefan Schunke, Stefan Pohlmann, Gerome Langnäs, Christoph Paul, Ramona Möhring, Jan Böker und Sebastian Stark.

Von einem 45-prozentigen Anstieg berichtete Ortsbrandmeister Reiner Seidel am Freitagabend auf der Generalversammlung der Schwerpunktfeuer der Stadt. In 108 Fällen hatte es gebrannt. Seidel erinnerte an einige der „gefühlt unwahrscheinlich vielen“ Großbrände, darunter landwirtschaftliche Betriebe, Wohnhäuser und ein Hotel. Die Einsätze waren oft arbeitsintensiv. „Daneben gab es eine Menge Kleinkram“, berichtete Seidel. „Wahlplakate, Eimer, Autos und Mülltonnen brannten. “.

Jedes Feuer stelle eine Gefahr dar, betonte Seidel. So wuchsen einige der Mülltonnenbrände zu Gebäudeschäden aus, sogar bis in den Dachstuhl eines Hauses. „Aber zum Glück konnten die Brandstifter nach intensiver Fahndungsarbeit gefasst werden“, würdigte Seidel die Arbeit der Polizei.

Von den insgesamt 81 Alarmierungen durch Brandmeldeanlagen hatte es 18 Mal auch Rauch „oder zumindest Dampf oder Staub“ gegeben, wies Seidel auf das leidige Problem der Fehlalarme hin. „Von den 106 Brandmeldeanlagen, die wir in der Stadt haben, waren 29 an den Fehl- und Falschalarmen beteiligt. Der Spitzenreiter war eine Firma mit 15 Alarmierungen, bei denen auch Bedienfehler, Staub und Dampfaustritte zur Auslösung eines Alarms führten.“

Hinzu kamen zahlreiche technische Hilfen – „von A wie Ast auf der Straße über Personenrettung aus den verschiedensten Notlagen bis zu Z wie Ziehen eines festgefahrenen RTW“, zählte Seidel aus dem Einsatzgeschehen auf. „Von schweren Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Personen und Tierrettungen war fast alles dabei.“ Unter den 156 technischen Hilfeleistungen seien im vorigen Jahr auffallend viele Einsätze mit Lkw-Beteiligung zu verzeichnen gewesen.

„Was wäre, wenn einer den Alarmknopf drückt und sich alle drücken“, zitierte Seidel aus einem Slogan der Freiwilligen Feuerwehren, um noch einmal mit Nachdruck auf die Nachwuchssorgen hinzuweisen. Diese beträfen nicht nur die Uelzener Stadtfeuerwehr, sondern fast alle Wehren betonte Kreisbrandmeister Ruschenbusch in seinem Grußwort.

Der Höhepunkt der Versammlung waren Ehrungen und Beförderungen. Für langjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet wurden Helmut Schenk, Peter Stolze und Bernd Warnecke (jeweils 40 Jahre aktiver Dienst) sowie Axel Balduin, Stefan Standke und Roland Zölfl (jeweils 25 Jahre).

Befördert wurden Ramona Möhring zur Oberlöschmeisterin, Bernd Krok zum Oberlöschmeister, Stefan Schunke zum 1. Hauptfeuerwehrmann, Stefan Pohlmann, Gerome Langnäs und Christoph Paul zu Hauptfeuerwehrmännern, Jan Böker zum Oberfeuerwehrmann und Sebastian Stark sowie Marc André Bade zu Feuerwehrmännern.

Von Angelika Jansen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare