„Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Angeklagte aus Notwehr gehandelt hat.“

Freispruch für Messerangriff in Uelzen

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(Symbolbild)

sh Uelzen/Lüneburg. Der 51-Jährige, der in der Neujahrsnacht 2018 in einer Uelzener Shisha-Bar mit einem Messer auf einen Mann eingestochen haben soll, wurde gestern vom Landgericht Lüneburg freigesprochen.

Die Anklage lautete auf versuchten Mord in Tateinheit mit schwerer Körperverletzung und Bedrohung, denn der Mann soll auch der Familie des Opfers mit dem Tod gedroht haben.

Die Verletzungen des Opfers seien laut Gerichtssprecherin Susanne Ehret unstrittig, doch „konnte der Tathergang nicht mehr zweifelsfrei rekonstruiert werden.“ Insbesondere gebe es Zweifel über den Beginn der Streitigkeiten zwischen dem sechsfachen Familienvater aus dem Libanon und dem Opfer, der zuvor mit dessen Sohn aneinandergeraten sein soll. „Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Angeklagte aus Notwehr gehandelt hat.“ Darum habe die Staatsanwaltschaft am Ende für einen Freispruch des 51-Jährigen plädiert.

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