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Freigabe der Dirt-Bike-Bahn am Oldenstädter See

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Dirt-Bike-Fahrer zeigen mit ihren Rädern, was möglich ist.
Dirt-Bike-Fahrer zeigen mit ihren Rädern, was möglich ist. © Christian Holzgreve

Sie springen mit ihren Rädern über Kuppen, beweisen, was trotz Schwerkraft möglich. Für sogenannte Dirt-Bike-Fahrer existiert nun am Oldenstädter See ein Gelände, auf dem trainiert werden kann.  

VON CHRISTIAN HOLZGREVE

Uelzen-Oldenstadt – Sie sausen den Startberg von fünf, sechs Metern Höhe hinab; springen meterweit auf den nächsten Hügel oder darüber hinweg. In Wellen aus Erde und Lehm geht es in schneller Fahrt für Fortgeschrittene den Kurs entlang. Mancher dreht im Flug noch den Lenker um die eigene Achse oder winkelt das Fahrrad an: Das Dirt-Biken für Heranwachsende und junge Erwachsene hat in Oldenstadt einen Platz gefunden. Am Sonnabendnachmittag wurde die Dirt-Bike-Bahn der Hansestadt gegenüber dem O-See offiziell eröffnet.

Rund 100 000 Euro hat es gekostet, das 5000 Quadratmeter große Gelände herzurichten. 57 000 Euro hat die Lokale Aktionsgruppe (LAG) der Leader-Region Heideregion mit ihrem Vorsitzenden Jürgen Wöhling beigesteuert. 5000 Euro an Spenden kamen von Sponsoren – und schließlich floss nach politischen Entscheidungen viel Geld von der Stadt in das Projekt.

„Ohne die Jungs und Mädels, die sich engagiert haben, wäre es nicht dazu gekommen“, sagte Bürgermeister Jürgen Markwardt zur Eröffnung und erinnerte daran, wie die Initiatoren in politischen Ausschüssen für ihre Idee eingetreten seien. Auch in Zukunft werden die drei treibenden Kräfte, die 18-jährigen Schüler David Ripke, Tamino Pohle und Melvin Miklis viel zu tun haben: Markwardt überreichte den Dreien symbolisch eine Schaufel und Arbeitshandschuhe, bevor er die Bahn freigab. Denn die drei Kurse unterschiedlichen Schwierigkeitsgrads müssen instand gehalten werden. Und hier sieht die Hansestadt die jungen Leute in der Pflicht und in Eigenverantwortung.

Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt überreichte symbolisch eine Schaufel an Biker, um daran zu erinnern, dass die Anlage auch instand gehalten werden muss.
Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt überreichte symbolisch eine Schaufel an Biker, um daran zu erinnern, dass die Anlage auch instand gehalten werden muss. © Christian Holzgreve

Neben Wöhling und Markwardt sprachen als Projektbegleiter für die Dirt-Bike-Bahn der Vorsitzende des Postsportvereins, Dr. Markus Hecker, und der Vorsitzende des Kreissportbundes, Mario Miklis, zu den rund 120 Gästen auf dem Gelände. Miklis sagte: „Trendsportarten sind immer ein Stück gefährlicher. Am besten ist es, vorsichtig zu bleiben und sich dann zu steigern.“ In der Tat kam es am Sonnabend zu einem Unfall: Denn beim Sprung über einen Hügel stürzte ein Dirt-Biker, der Rettungswagen kam und offenbar trug der Fahrer eine Schlüsselbeinverletzung davon.

Christine Tietz, Abteilungsleiterin Grünflächen und Umwelt, hatte zuvor gegenüber den Besuchern und Fahrern noch einmal nachdrücklich an die Helmpflicht erinnert. So waren neben den Älteren mit ihren speziellen Dirt-Bikes mit äußerst stabilen Rahmen auch behelmte Jüngere mit ihren BMX-Rädern gekommen. Bei strahlendem Sonnenschein kein Problem. Aber: Bei intensivem Regen bleibt die Anlage mit ihren Lehmhügeln und Rampen gesperrt.

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