Im ehemaligen „Arte“ geht es voran: Am Nikolaustag wird das Hundertwasser-Café eröffnet

Freie Bahn fürs „Lässig“-Restaurant

Viola Radebold und Joachim Latsch beginnen in der kommenden Woche mit den Reparaturen im ehemaligen „Arte“-Restaurant im Hundertwasser-Bahnhof. Diese Küche wird für Caterings genutzt, im Erdgeschoss soll eine offene Küche eingebaut werden. Foto: Ph. Schulze

Uelzen. Das „Arte“-Schild vor dem Restaurant-Eingang im Hundertwasser-Bahnhof ist seit gestern abgehängt. In den kommenden Tagen werden auch die anderen Schilder an der Fassade und in dem Saal entfernt und das gesamte Inventar ausgeräumt.

Nach einem zweimonatigen Umbau sollen schlichte, helle Möbel den Hundertwasser-Charakter hervorheben. Eröffnet wird das Restaurant unter dem Namen „Lässig“ am Nikolaustag, 6. Dezember.

Die Pläne für den Umbau des ehemaligen „Arte“-Restaurants sind genehmigt, teilt das Eisenbahn-Bundesamt auf AZ-Nachfrage mit. Für Joachim Latsch, Leiter des neuen „Lässig“, das nach dem Vorbild der gleichnamigen Gastronomie in Stuttgart entsteht, ist damit der Weg frei für den Arbeitsbeginn.

Gestern Vormittag traf der Stuttgarter sich mit Mitarbeiterin Viola Radebold aus Hitzacker, die mit ihm die Leitung des Betriebs übernehmen wird, in den Restaurant-Räumen. Wenn sie Stühle, Tische, Theke und auch das Podest entfernt haben, beginnen in der kommenden Woche die Reparaturen auf der oberen Etage.

Denn den Platz auf der Galerie möchte Latsch bereits Mitte November in Betrieb nehmen, um zum Beispiel Gelegenheit für Weihnachtsfeiern zu bieten. Es wird neue Tischplatten geben, die Wände werden gestrichen und „die ein oder andere kreative Beleuchtung wird weggenommen“, erläutert Radebold.

Für die großen Arbeiten muss Latsch zusätzlich einen detaillierten Ausführungsplan beim Eisenbahn-Bundesamt einreichen. Der Geschäftsführer und Viola Radebold rechnen damit, dass diese Genehmigung bis zum 1. Oktober erfolgt. Dann werden die Bahnhof-Fassade, an die das Restaurant grenzt, saniert und der Treppenabgang zum Sanitärbereich an eine andere Seite verlegt, sodass die Gäste nicht an den Esstischen vorbeigehen müssen. Auch für das Dach sind Sanierungsarbeiten geplant, da es undicht ist, und der ehemalige Arte-Shop wird zu einem Backshop umgebaut. Im Restaurant soll eine offene Küche entstehen, den bestehenden Kochbereich im ersten Stock möchte Latsch zusätzlich nutzen. Für ein zweites Standbein, das Messe-Catering, hat er bislang in der Küche des Stuttgarter „Lässig“-Restaurants gekocht. Für Vorbereitungen von Messeständen in Norddeutschland möchte er den Uelzener Standort nutzen.

Über die Höhe der Baukosten fürs Restaurant, das in einer Gemeinschaft mit regionalen Öko-Unternehmen von der Bahn gepachtet wird, möchte Latsch keine Auskunft geben. Es bestehe ein partnerschaftlicher Vertrag: „Wir haben mit der Bahn gut verhandelt“, sagt er.

Von Diane Baatani

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