Suderburger SPD-Ratsherr Manfred Mikulla sieht weiterhin Spannungen zwischen den Gemeinden

„Fortsetzung des Streits“

+
Noch einmal kocht vor der heutigen Ratssitzung der Gemeinde Gerdau im Gasthaus Köllmann in Bargfeld die Stimmung hoch. Auf der Tagesordnung der Sitzung steht erneut der Austritt der Gemeinde aus der Samtgemeinde.

Suderburg. Noch einmal kocht vor der heutigen Ratssitzung der Gemeinde Gerdau im Gasthaus Köllmann in Bargfeld die Stimmung hoch. Auf der Tagesordnung der Sitzung steht erneut der Austritt der Gemeinde aus der Samtgemeinde.

Der erste Beschluss vom 10. Januar dieses Jahres aus der Samtgemeinde austreten zu wollen, wurde von der Aufsichtsbehörde des Landkreises Uelzen wegen schwerwiegender Fehler für ungültig erklärt. „Also, Fortsetzung des Streits und keine Friedenstauben aus CDU-Kreisen“, sagt Manfred Mikulla, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Samtgemeinde-SPD. Und er erinnert an das „beruhigende Gespräch“, zu dem der CDU-Ratsherr Jörg Hillmer die Bürgermeisterin Christel Beplate-Haarstrich und die Bürgermeister Otto Schröder und Dirk-Walter Amtsfeld eingeladen hatte. Von einem erstaunlich hohen Maß an gemeinsamen Interessen war da die Rede und dass man wieder zu einem gedeihlichen Miteinander wie in früheren Jahren zurückkehren will. „Man versprach sich gegenseitigen Respekt und die Anerkennung von Souveränität und Eigenständigkeit der Nachbargemeinden“, erinnert Mikulla. Auch die Notwendigkeit der Samtgemeinde wurde nicht in Frage gestellt. Die Samtgemeinde wurde lediglich aufgefordert die Scharmützel einzustellen und von der Einheitsgemeindediskussion zu einer den Bürgern dienlichen Sacharbeit zurückzukehren, so die Aussage von Jörg Hillmer.

„Angesichts der Geschehnisse in der Vergangenheit fragt man sich in der SPD-Fraktion besorgt nach den Gründen für die plötzliche Friedensmission von Jörg Hillmer und ist erstaunt über die unerwartete Einigkeit der Vier“, so der Sozialdemokrat. Die Gründe sind für ihn schnell ausgemacht, denn im September sind Kommunalwahlen und da mache es sich doch gut, wenn man sich friedfertig und kooperativ gibt und allen Streit verurteilt. „Doch bei näherem Hinsehen entdeckt man sogleich die Brüchigkeit der gegenseitigen Schwüre und entlarvt sie als hohle Phrasen“, so die Meinung von Mikulla.

Besorgnis erregend findet er auch das Verhalten der Bürgermeisterin Beplate-Haarstrich, die in der jüngsten Ratssitzung der Gemeinde auf Nachfrage erklärte, dass sie mit dem Inhalt des Artikels konform geht. „Allerdings sei nur ein so genanntes Stillhalteabkommen vereinbart worden um sich gegenseitig in Ruhe zu lassen“, mutmaßt Mikulla. „Dieses hält sie auch für förderlich, weil die Antragstellung für den Entschuldungsfonds bis zum 31. März 2013 verlängert werden soll. Insofern können sich nach ihrer Auffassung die neuen Räte mit diesem Thema noch ausreichend beschäftigen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare