Fraktionschef kritisiert Berichterstattung / Land kündigt Wolfsbüro an

SPD fordert Wolfsberatung

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SPD-Fraktionssprecher Andreas Dobslaw.

stk Uelzen/Landkreis. Angesichts der Verunsicherung in der Bevölkerung beantragt die SPD-Kreistagsfraktion, schnellstmöglich und für maximal zwei Jahre eine Wolfsberatungsstelle im Landkreis Uelzen einzurichten.

„Die Rückkehr des Wolfes in unsere Region ist Fakt und nicht mehr umkehrbar“, begründet Fraktionssprecher Andreas Dobslaw den Antrag. „Leider entspricht die aktuell feststellbare Berichterstattung in den Medien nicht der angezeigten neutralen Information, die aber zur Aufklärung der Bevölkerung dringend notwendig wäre. “.

Zweiter Teil des Antrags ist deshalb die Schaltung einer ganzseitigen Informationsanzeige in der AZ, in der „sachlich und leicht verständlich“ Fakten und Handlungsempfehlungen dargestellt werden sollen.

Die bisherige Berichterstattung polarisiere, statt zu informieren. Und in der Bevölkerung mache sich Unsicherheit breit, ob man noch den Wald betreten könne. „Diese Umstände verdeutlichen ein hohes Aufklärungsbedürfnis in unserer Region“, so Dobslaw. Nur sachliche Information sei geeignet, Ängste und damit Gefahrenpotenziale abzubauen, argumentiert der SPD-Fraktionssprecher: „Wer weiß, worauf es ankommt, ist auf außergewöhnliche oder bisher unbekannte Situationen vorbereitet und kann sich entsprechend verhalten.“

Das Land reagiert auf die Vorfälle mit Wölfen, die wenig Scheu vor dem Menschen zeigen, mit intensivierter Beobachtung. Zusätzlich nimmt am Freitag in der Region eine Wolfsexpertin ihre Arbeit auf, die jeder einzelnen Sichtung nachgehen wird, berichtet die Sprecherin des Umweltministeriums Dunja Rose. In Hannover wird zudem ein Wolfsbüro eingerichtet. Drei Mitarbeiter sollen sich neben der Bearbeitung von Nutztierrissen verstärkt um Öffentlichkeitsarbeit kümmern.

Von Gerhard Sternitzke

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