Angst vor Fracking: Firma tritt Erlaubnis für Bodenschatzsuche ab

BI fordert Konsequenzen

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Widerstand formiert sich gegen Fracking: Auch in der Heide wird gegen die Fördermethode Front gemacht.

nre Uelzen. Die Gegner der umstrittenen Öl- und Erdgasförderung Fracking in der Region sind zornig: Die Erlaubnis zur Suche von Bodenschätzen in zwei ausgewiesenen Gebieten der Heide, beide umfassen auch Teile des Landkreises Uelzen, wurde von dem amerikanischen Unternehmen Blue Mountain Exploration LLC an ein anderes Unternehmen übertragen.

Wie das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) gestern auf AZ-Nachfrage erklärte, handelt es sich bei dem neuen Inhaber der Sucherlaubnis um die Kimmeridge GmbH, für die eine Adresse in Lingen genannt wird. Die Übertragung, so das LBEG, sei zulässig gewesen – es handle sich um eine im Bundesberggesetz vorgesehene und geregelte Möglichkeit.

Die Frackinggegner, die nach einer Suche eine Förderung nach der Methode fürchten, sind indes der Auffassung, dass eine Aufsuchungserlaubnis für Bodenschätze nicht einfach übertragen werden dürfe. „Sie kann nicht einfach an eine andere Heuschrecke übergeben werden“, so Dr. Ingo Engelmann von der Bürgerinitiative (BI) „Kein Fracking in der Heide“ aus dem Kreis Harburg. Die Uelzener Bürgerinitiative gegen Atomstrom, die sich auch gegen das Fracking ausspricht, geht sogar noch weiter. BI-Mitglied Bernd Ebeling fordert personelle Konsequenzen beim LBEG.

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