Anlage wird flott gemacht

Stadt Uelzen investiert mehr Geld in Barnser Flugplatz

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Um den Flugplatz in Barnsen zukunftsfähig zu halten, muss investiert werden – Stadt und Landkreis Uelzen haben dafür ein Mehrjahresprogramm erstellt.

Uelzen/Barnsen. Die Toiletten auf dem Flugplatz Barnsen müssen dringend auf Vordermann gebracht werden. Der Verwaltungsausschuss der Stadt Uelzen hat daher die für dieses Jahr angesetzte Beteiligung von 2500 Euro auf 14 300 Euro erhöht.

Doch die WCs sind nicht das Einzige, was auf der Barnser Anlage angepackt werden muss.

Um einen Instandhaltungsstau in den nächsten Jahren zu vermeiden und einen Verfall des Gebäudes zu umgehen, hat die Stadt Uelzen gemeinsam mit dem ebenfalls beteiligten Landkreis sowie dem Gebäudemanagement eine Mehrjahresplanung zusammengestellt. Der Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung und Tourismus erfuhr in seiner jüngsten Sitzung, dass bis zum Jahr 2020 insgesamt 186 800 Euro investiert werden müssen. Eine Summe, die sich Stadt und Landkreis, so besagt es ein Vertrag, teilen würden.

Nach der Sanierung der Toilettenanlagen in diesem Jahr stehen in den nächsten drei Jahren unter anderem die Erneuerung der Elektrik, 2017 die Erneuerung des Hallendachs (80 000 Euro, von denen die Hälfte der Verein Cumulus tragen wird) und 2019 der Einbau einer Stahltreppe und eines Werkstatttors auf der Agenda. Im Jahr 2020 muss dann noch in eine neue Tankanlage investiert werden.

Und damit nicht genug: Auch nach 2020 wird die Stadt Uelzen mit höheren Aufwendungen für den Flugplatz zu rechnen haben – wolle man nämlich die Gebäude der Anlage in einen neuwertigen Zustand versetzen, ließ die Stadtverwaltung die Politik wissen, müssten nach heutigem Stand nochmals 324 000 Euro in die Hand genommen werden.

Ob und in welchem Maße diese weitere Instandsetzung allerdings erforderlich wird, darüber sollen die nächsten Jahre Aufschluss bringen.

Da sich herausgestellt hat, dass der seit Jahren etablierte Haushaltsansatz der Stadt in Höhe von 2500 Euro für den Posten Flugplatz schon in den vergangenen drei Jahren nicht ausgereicht hat, sollen künftig jährlich rund 5000 Euro für laufende Kosten sowie für unvorhersehbare Maßnahmen im städtischen Haushalt vorgesehen werden. Die gleiche Summe müsste laut Vertrag – übrigens ein Papier aus dem Jahr 1970, das demnächst überarbeitet werden soll – auch der Landkreis berappen.

Nach Einschätzung der Stadtverwaltung handelt es sich um gut angelegtes Geld. Denn mit der voraussichtlichen Schließung des Lüneburger Flugplatzes im Jahr 2020, so heißt es, ergebe sich für Barnsen großes Potenzial. Zurzeit werden hier noch rund 1200 Starts und Landungen im Jahr abgewickelt.

Von Ines Bräutigam

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