Keine Notunterkunft im ehemaligen Bevenser Intermarché

Flüchtlinge verlassen auch Pestalozzi: Wieder Sport in den Turnhallen

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Endet die Zeit der Notunterkünfte in Uelzens Sporthallen? Es sieht ganz danach aus.

sk Uelzen. Entspannung in der Flüchtlingskrise: Nachdem bereits seit Dienstag sämtliche in der Sporthalle des Uelzener Lessing-Gymnasiums untergebrachten Flüchtlinge auf andere Unterkünfte verteilt wurden, kündigt sich eine weitere Normalisierung der Lage an.

Der Kreis plant, auch die derzeit noch in der Sporthalle-Pestalozzischule wohnenden Flüchtlinge kurzfristig in Gemeinschaftsunterkünften oder angemieteten Wohnungen unterzubringen. „Wir möchten so sicherstellen, dass die Hallen ab dem neuen Schulhalbjahr wieder für den Schul- und Vereinssport zur Verfügung stehen“, so Landrat Dr. Heiko Blume.

Das Niedersächsische Innenministerium hat gegenüber dem Landkreis Uelzen bereits seine Zustimmung signalisiert. Es habe angekündigt, dem Landkreis im Rahmen der Amtshilfe zunächst keine Flüchtlinge mehr zuzuweisen, sagte Pressesprecher Martin Theine gestern.

Außerdem habe das Innenministerium dem Landkreis mitgeteilt, dass es an der Einrichtung einer Notunterkunft für Flüchtlinge im ehemaligen Intermarché-Markt in Bad Bevensen in Amtshilfe für das Land derzeit nicht interessiert sei.

Der Landrat teilte dazu mit: „Ob das Gebäude künftig dennoch als Unterkunft für Flüchtlinge genutzt werden muss, bleibt offen.“ Die Kreisverwaltung gehe aber davon aus, dass die dem Landkreis zugewiesene Flüchtlinge künftig in bereits bestehenden oder geplanten Gemeinschaftsunterkünften oder in Wohnungen untergebracht werden könnten. „Erst wenn entsprechende Kapazitäten nicht mehr ausreichen, werden wir diesbezüglich gegebenenfalls auf das Gebäude zurückkommen“, sagte Blume abschließend.

Von Steffen Kahl

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