Flüchtlinge protestieren am Uelzener Kreishaus

tm Uelzen. Knapp 30 Flüchtlinge aus der Pestalozzi-Turnhalle haben gestern Nachmittag vor dem Uelzener Kreishaus gegen Verzögerungen bei ihrer Registrierung demonstriert. Das bestätigte die Polizei auf AZ-Nachfrage.

Zuvor war bekannt geworden, dass am morgigen Freitag nun doch kein mobiles Registrierungsteam des Landes Niedersachsen nach Uelzen kommt. Die rund 100 Flüchtlinge, die seit 20. Oktober in der Pestalozzi-Halle untergebracht sind, hätten eigentlich vor ihrer Verteilung auf die Kommunen in einer Erstaufnahmestelle des Landes registriert werden müssen. Weil diese Aufnahmestellen aber überfüllt sind, hatte Niedersachsen tausende Flüchtlinge direkt in die Landkreise weitergeleitet und die Kommunen vor Ort gebeten, im Rahmen der Amtshilfe die Menschen unterzubringen, bis sie registriert werden können.

In Uelzen betrifft dies Flüchtlinge, die derzeit in den Turnhallen der Pestalozzi-Schule und des Lessing-Gymnasiums schlafen. Wann sie nun registriert werden, ist bislang nicht bekannt.

Nach ihrem kurzen und friedlichen Protest marschierten die Demonstranten unter Begleitung zweier Streifenwagen wieder zurück zur Pestalozzi-Halle. Unterdessen verdichten sich die Anzeichen, dass die ehemalige Bad Bodenteicher BGS-Kaserne zu einer weiteren Erstaufnahmestelle des Landes umfunktioniert wird.

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