Flucht von Schwarzfahrern endet auf dem Gelände der Bundespolizei

Walsrode. Auf der Flucht vor der Polizei sind am Donnerstag zwei Schwarzfahrer in Walsrode festgenommen worden. Ohne es zu ahnen, waren sie auf das Gelände des Aus- und Fortbildungszentrums der Bundespolizei in Walsrode gelaufen. Unvermittelt standen sie einer ganzen Gruppe gut trainierter Bundespolizisten gegenüber.

Der kuriose Fall begann am Donnerstagmorgen gegen 08:40 Uhr im Erixx-Zug, der von Hodenhagen nach Walsrode unterwegs war: Drei junge Algerier rauchten im Zug; Fahrscheine hatten sie nicht, aber beleidigten den Zugbegleiter - er rief die Polizei.

Kurz vor Eintreffen der Streife flüchteten die jungen Männer im Bahnhof Walsrode aus dem Zug. Einer entkam, die anderen (17,18) liefen über die Gleise. Dass der Schlagbaum, an dem sie anschließend vorbeiliefen, zur Wache des Geländes der Bundespolizeischule gehört, ahnten sie nicht. Auch das Schild hatten sie übersehen. Der Pförtner alarmierte die Beamten.

Gleichzeitig erkannten zwei Kommissaranwärter, dass die Flüchtenden sich unberechtigt auf dem Gelände aufhielten. Die beiden Nordafrikaner wurden durch weitere Auszubildende, die zu Hilfe eilten, überwältigt. Sie leisteten keinen Widerstand.

Die beiden Festgenommenen gaben vor, gesundheitliche Probleme zu haben. Der Arzt des Bundespolizeiaus- und -fortbildungszentrums untersuchte sie. Danach wurden sie für weitere Ermittlungen an das Polizeikommissariat Walsrode übergeben.

Die beiden jungen Männer erhielten Strafanzeigen wegen Erschleichens von Leistungen und Beleidigung. Dem 18-Jährigen droht zudem die Zurückschiebung in sein Heimatland. Er wurde bereits gesucht.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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