Rund 100 Teilnehmer setzen Zeichen gegen Gewalt an Frauen

Flashmob in Uelzens Innenstadt: Gegen Gewalt an Frauen

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Zeichen gegen Gewalt: Heike Dräger-Riggert tanzte mit rund 100 Frauen und Kindern auf dem Herzogenplatz.

Uelzen. Rund 100 Frauen und Kinder haben gestern Nachmittag in Uelzens Innenstadt ein Zeichen gegen Gewalt gesetzt. Sie beteiligten sich an einem Flashmob auf dem Herzogenplatz.

Bei der weltweiten Aktion „One billion rising“ wird seit 2012, jeweils am Valentinstag, auf Gewalttaten gegen Frauen aufmerksam gemacht. In Städten wird zu dem Lied „Breake the chain“ getanzt.

In Deutschland hatten Gruppen in mehr als 130 Städten angekündigt, sich an der gestrigen Aktion beteiligen zu wollen. In Uelzen hat Heike Dräger-Riggert zusammen mit dem SV Stadensen den Flashmob auf dem Herzogenplatz auf die Beine gestellt. Aus Sicht des SV Stadensen, seiner Verantwortlichen und Organisatoren sei es sehr wichtig, dieses Thema in der Öffentlichkeit aufzugreifen und zu kommunizieren, so der Vereinsvorsitzende Michael Müller. Bevor gestern getanzt wurde, hieß es bei einer kurzen Einführung, dass Gewalt gegen Frauen ein tägliches Problem sei. Es sei nicht nur ein Phänomen an Silvester in den Großstädten gewesen.

Nach Aussage der Organisatoren von „One billion rising“ war jede dritte Frau auf der Welt bereits Opfer von Gewalt. In der Uhlenköperstadt gibt es für die Opfer häuslicher Gewalt ein Frauenhaus. Wie die Einrichtung erklärte, gibt es jährlich etwa 60 Aufnahmen von betroffenen Frauen. Sie wurden geschlagen, gedemütigt und vergewaltigt.

Von Norman Reuter und Oliver Huchthausen

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