Und: Staubsauger brennt an Waschanlage

Flammen schlagen aus Boot: Uelzener Wehren rücken nach Groß Liedern aus

Auf einem Boot kam es am Sonntag in Groß Liedern zu einem Brand. Rund 50 Einsatzkräfte aus vier Feuerwehren waren vor Ort.
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Auf einem Boot kam es am Sonntag in Groß Liedern zu einem Brand. Rund 50 Einsatzkräfte aus vier Feuerwehren waren vor Ort.

Uelzen/Groß Liedern – Zu zwei Bränden rückten Einsatzkräfte der Uelzener Feuerwehren am Wochenende aus.

Der erste ereignete sich am Sonnabend in den Mittagsstunden an einer Autowaschanlage an der Eschemannstraße, wo ein Staubsauger Feuer gefangen hatte.

Man sei zu einem Kleinfeuer alarmiert worden, gibt Feuerwehrsprecher Christoph Paul auf AZ-Nachfrage an. Ein Passant habe die 112 gewählt, woraufhin die Uelzener Wehr ausgerückt sei. Sieben Einsatzkräfte waren vor Ort.

„Als wir angekommen sind, hat ein Passant schon einen Feuerlöscher auf das Feuer entleert“, sagt Paul. „Der hat die Ausbreitung verhindert.“ Der Mann selbst sei ebenfalls Feuerwehrmann gewesen. Die Kräfte seien daher nur etwa eine Viertelstunde vor Ort gewesen.

Zudem hat sich das Feuer laut Paul nur auf den Staubsauger beschränkt. Da ungefähr zehn Meter zwischen Sauger und Waschanlage lägen, habe deshalb keine Gefahr für die Anlage bestanden. Die Brandursache sei noch unklar. Paul vermutet aber einen technischen Defekt als Auslöser.

Der zweite Brand ereignete sich am Sonntag um etwa 17 Uhr auf einem Boot, das auf einem gemieteten Stellplatz an der Salzwedeler Straße in Groß Liedern abgestellt war. Ein Fußgänger alarmierte die Feuerwehr. Da das Feuer drohte, auf eine nahe gelegene Lagerhalle überzugreifen, rückten laut Christoph Paul rund 50 Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehren Uelzen, Groß Liedern, Oldenstadt sowie Hanstedt II aus.

Doch Paul gibt Entwarnung: Es seien nur mehrere Wehren alarmiert worden, weil sich die Halle in der Nähe befand. „Sicher ist sicher“, meint Paul. „Eine Gefahr für die Halle bestand aber zu keiner Zeit.“

Das Boot selbst erlitt keinen Totalschaden. Laut Christoph Paul schmorte es im Führerhaus des Bootes, auch Flammen waren zu sehen. Hierdurch verbrannte das Interieur, auch ein Fenster wurde beschädigt. Das schnelle Eingreifen der Wehren habe jedoch eine Ausbreitung des Feuers verhindert. Dennoch beläuft sich der entstandene Sachschaden auf rund 2500 Euro. Der Einsatz dauerte etwa eine halbe Stunde.

Auch hier ist die Brandursache jedoch noch unklar. Erste Hinweise deuten nach polizeilichen Angaben aber auf menschliche Einflüsse hin. „Es spricht wohl dafür, dass Kinder gekokelt haben“, sagt Antje Freudenberg, Pressesprecherin der Uelzener Polizei, auf AZ-Nachfrage.

Die weiteren Ermittlungen dauern jedoch derzeit noch an.  dab

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