Ministerpräsident Weil reißt am Adventskalender tausende Zuschauer mit

Finale zu Ehren der Kinder

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Lauschten Weihnachtsgeschichten und wippten zur Musik mit: tausende Zuschauer vor dem Alten Rathaus.

Uelzen. Nach dem stimmungsvollen Empfang im Atrium des Uelzener Rathauses durch den Handelsverein mit Live-Musik und Reden ging es gestern Abend beim Finale des Uelzener WeihnachtsZaubers am Alten Rathaus ebenso stimmungsvoll weiter.

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil erzählte nach der Öffnung des 24. Kalendertürchens – umrahmt von Auftritten Uelzener Musikgruppen – vor tausenden Menschen vom „Land der Vielfalt“, nämlich Niedersachsen.

Hatte auch ein Ohr für die Jüngsten: Ministerpräsident Weil.

Er berichtete von „Himmelpforten“, wo viele Menschen die Briefe von Kindern „im Sinne des Weihnachtsmannes“ beantworten – und er erklärte, worum es bei Weihnachten wirklich geht: „Es ist nicht in erster Linie das Fest des Handels“, sagte er. Auch nicht das Fest der Geschenke, „sondern das Fest der Kinder“, verkündete Weil und gab dazu passend eine Geschichte wieder, in der sich ein Fuchs einen Gänsebraten wünscht, ein Eisbär Schnee, ein Dachs, dass er „pennen“ kann, und ein Ochse will etwas zum Saufen haben. Da schreitet aber der Esel ein: „Du Ochse, denkst Du nicht an das Kind?“ – „Ja, das Kind ist die Hauptsache. Übrigens, ob das auch die Menschen wissen?“, schloss Weil ab und wünschte dem Publikum ein frohes Weihnachtsfest.

Stimmung kam bei den musikalischen Beiträgen auf, zunächst beim Trompetenspiel von Horst Schulz, später besonders beim Auftritt von Jenny Weiß aus der Band „Heart Rock Café“. Mit dem Lied „Amazing Grace“ trat auch bei den munteren Zuschauern im Publikum eine feierliche Stille ein. Mit dem Titel „Oh happy day“ erreichten schließlich die Chöre „Just4Fun“, „Sweet Chariots“ und „GoUP!“ die gut gelaunte Menschenmenge, die sich dazu im Takt mit bewegte.

„Was wäre Weihnachten ohne die Abende am Kalender“, fragte Citymanager Joachim Lotz und erntete dafür großen Applaus. Ebenso Uwe Schwenke, Erster Vorsitzender des Handelsvereins, als er verkündete, dass der Ministerpräsident ihm zuvor zugesagt habe, dass er auch im nächsten Jahr wieder dabei sein werde.

Der Adventskalender wird 2014 wieder stattfinden, bestätigte ebenso Bürgermeister Otto Lukat – „dann mit neuer Kunst und an einer erneuerten Fassade“, fügte er hinzu. Und während ein Lichtstrahler über die Bilder von Dagmar Glemme tanzte, wurde eine Bilanz gezogen. Nach zwölf Jahren war es gestern die 288. Fensteröffnung am Alten Rathaus: „2013 – Deutschlands schönste Kalender-Baustelle“, kam es über die Lautsprecher. Seite 3

Von Diane Baatani

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