Verein begeht 100-Jahr-Fest mit Kommers und Feuerwerk / Rücktritt im Vorstand

Feuriger Tanz der Teutonen

Mehr als ein 4:1 glückte den Kickern vom FC St. Pauli im Mai nicht gegen gut verteidigende Teutonen. Es war das Jubiläumsspiel für den Uelzener Verein. Foto: Barklage

Uelzen. Der Sportverein Teutonia Uelzen feiert am kommenden Wochenende offiziell sein 100-jähriges Bestehen. Die Organisatoren freuen sich auf viele Ehrengäste und einen Abend mit feuriger Überraschung.

Schon seit Mai feiert der Verein sein Bestehen. Als eine der größten Veranstaltungen war zu Beginn der Feierlichkeiten der FC St. Pauli aus Hamburg zu Gast. Die Kiez-Heroen waren aber müde und spielten schließlich ein maues 4:1 herunter. Zwischenzeitlich schafften die gut verteidigenden Teutonen sogar einen Anschlusstreffer – aber letztlich verfolgten die 1323 Besucher eine Niederlage des Landesligisten. Weitere Veranstaltungen der Teutonia waren dann ein zweitägiges Jugendturnier, ein Frauenturnier und ein Besuch der Frauen-Regionalligamannschaft des HSV.

Walter Püschel war der erste Vereinsvorsitzende und Gründungsmitglied von Teutonia.

Die ganz große Sause kommt nun an diesem Sonnabend: Ab 11 Uhr bereits gibt es einen Kommers mit 215 geladenen Gästen. Die Gästeliste rattert die Uelzener Würden- und Funktionsträger rauf und runter: Otto Lukat, Dr. Heiko Blume, Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Dirk Köhler, „mycity“-Chef Markus Schümann und mehr. Die Teutonia hat außerdem alte Helden des Vereins eingeladen, die bundesweit für Schlagzeilen sorgten: Rainer Zobel, ehemaliger Bundesliga-Spieler mit Uelzener Wurzeln und Mitglied bei Teutonia, außerdem Renate Dannenfeld, später Renate Schulz, die 1955 deutsche Jugendmeisterin im Fünfkampf wurde und bei Teutonia auch Handball spielte. Den Festvortrag hält Dr. Jochen Springer, außerdem spricht Reinhard Grindel, der Vizepräsident des Niedersächsischen Fußballverbandes, der auch Mitglied des Bundestages ist und in der Bundestagsmannschaft spielt.

Renate Dannenfeld war deutsche Jugend-Fünfkampfmeisterin von 1955. Fotos: Privat

Der Rest des Programms ist dann für alle offen: Am Nachmittag ab 15.30 Uhr gibt es im Vereinsheim auf dem Königsberg Kaffee und Kuchen für alle altgedienten und ehemaligen Teutonen. Jeder, der will, kann vorbeikommen auf einen Klönschnack. Ab 18.30 Uhr ist dann ein Jubiläumsbüfett im Sportpark am Königsberg, ab 20.30 Uhr kommt der Zapfenstreich. Auch dazu soll kommen, wer mag. Für den Zapfenstreich haben die Organisatoren 60 Mitwirkende organisiert. Danach soll es eine große Feuershow geben, so heißt es. Außerdem gebe es eine „feuertechnische Überraschung“. Ehrenvorsitzender Gerhard Kuhring und die zweite Vorsitzende Gudrun Hartmann geben sich darüber geheimnisvoll. Aber es werde ein Knüller, raunen sie.

Derweil rumpelt es ein wenig im Vorstand. Denn die stellvertretende Vorsitzende und Mitorganisatorin Gudrun Hartmann verlässt das Gremium. Grund dafür seien, wie sie sagt, „unüberbrückbare Differenzen“ in der Vereinsführung, denen sie sich nicht mehr aussetzen will. Der Vorsitzende Dr. Lutz Börngen klingt, darauf angesprochen, recht mürrisch. Ja, Differenzen habe es gegeben, allerdings nicht mit ihm. Sie seien persönlich, deshalb schweigt er sich aus. Im März wird es Neuwahlen geben, bis dann werde der Vorstand ohne Hartmann auskommen müssen – der dritte Vorsitzende Holger Macho werde sich mehr einbringen. „Ich habe sie (Gudrun Hartmann, die Redaktion) gebeten, bis zur Neuwahl zu bleiben. Sie hat aber abgelehnt“, sagt er.

Von Kai Hasse

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