„Eins, eins, zwei!“ – Brandschutzerziehung in Schulen und Kindergärten zahlt sich aus

Feuerwehr präsentiert ihr Können

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Hier muss es schnell, aber sicher ablaufen: Rettung aus dem Auto.

Uelzen. Wenn die Feuerwehr gerufen wird – sind die Ehrenamtlichen Retter sofort da. Dass das auch umgekehrt funktioniert „nämlich wenn die Feuerwehr ruft“, so Ortsbrandmeister Reiner Seidel, zeigte der rege Besuch beim Tag der offenen Tür des Uelzener Feuerwehrgerätehaus.

Vor ziemlich genau zehn Jahren, im November 2002, zogen die ehrenamtlichen Helfer aus dem alten Feuerwehrgerätehaus an der Schuhstraße aus und verlegten ihren Hauptsitz an die Bartholomäiwiesen. Tausende nutzten die Gelegenheit, sich über den Dienst im Ehrenamt, aber auch über die aufwändige Technik, die für die erfolgreiche Arbeit erforderlich ist, zu informieren.

Fotostrecke vom Tag der offenen Tür

Uelzener Feuerwehr öffnet Tore für Besucher

Während sich die einen für die EDV- Anlage interessierten, wanderten andere mit der ganzen Familie über das Gelände und bewunderten die verschiedenen Fahrzeuge. Die gut geschulten freiwilligen Feuerwehrleute standen parat, die komplexe Funktionsweise der unterschiedlichen Fahrzeuge und Geräte zu erläutern. „Nicht ganz leicht in der kurzen Zeit“, meint ein Besucher, dessen beiden Söhne Felix und Benjamin nacheinander auf den Fahrersitz krabbelten. „Schauen Sie doch einfach mal zum Dienst rein“, ermuntert Jürgen Kaune den jungen Familienvater. „Immer mal wieder melden sich Interessenten, um bei den Freiwilligen mitzumachen. „Männer wie Frauen erhalten auf ihre Anfrage eine Einladung zum nächsten Dienst“, erzählt Kaune und berichtet von einem 40jährigen, der gerade seine Grundausbildung absolviert. „Unsere Nachwuchswerbung richtet sich nicht nur an Kinder und Jugendliche“, bestätigt Seidel, „auch ältere Interessenten sind jederzeit willkommen.“

Zwischen Bratwurst, Kaffee und Kuchen schauten die Besucher in die Werkstatt mit Reparaturbox und in die Waschhalle und ließen sich die Einrichtungen in der komplett ausgestatteten Atemschutzwerkstatt mit Prüfgeräten, Atemluftkompressor und Industriewaschmaschinen für das Reinigen von Masken und Einsatzkleidung zeigen. Pünktlich fanden die regelmäßigen von Peter Hellström moderierten Vorführungen statt: Aufklärung zum Brandschutz stand beim Herdbrand im Mittelpunkt. Aber auch der Einsatz der Feuerwehrleute mit verschiedenen Geräten wurde vorgeführt. „Die technische Hilfe bei Verkehrsunfällen macht den größten Anteil der Einsätze aus. Schere und Spreizer kommen dabei regelmäßig zum Einsatz, deren technische Beschaffenheit stetig an die Entwicklung moderner Fahrzeuge mit hohen Sicherheitsstandards der Karosserien angeglichen werden müsse, berichten die Fachleute der Freiwilligen dem Publikum.

„Eins, eins, zwei“, rufen die Kinder im Chor, als Hellström fragt, welche Nummer sie denn anrufen müssen, wenn es brennt. Das wiederum zeige den Erfolg der Brandschutzerzieher Peter Czekalla und Denis Schulz, die regelmäßig Vorträge und Vorführungen in Schulen und Kindergärten abhalten, berichtet Jürgen Kaune, der Stellvertretende Ortsbrandmeister. Nach dem neuesten Brandschutzgesetz müssen die ehrenamtlichen Brandschutzerzieher nicht mehr privaten Urlaub aufwenden: Die Aufklärung zum Brandschutz kann in der Arbeitszeit geschehen.

Von Angelika Jansen

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