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Feuerwehr findet Brandbeschleuniger und Rucksack bei Löscharbeiten im Stadtwald

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Von: Theresa Brand

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Feuerwehr löscht Waldbrand im Stadtwald
Die Flammen sind aus, doch die Feuerwehrleute suchen nach weiteren Glutnestern im Boden. © Brand, Theresa

Durch die extreme Trockenheit kommt es zur Zeit häufig zu kleineren und größeren Bränden. Im Stadtwald hat nun ein brennender Rucksack ein Feuer ausgelöst.

Uelzen – Eine Spaziergängerin alarmiert gestern um 11 Uhr die Feuerwehr – es brennt im Wald, ein Stück abseits der Ebstorfer Straße (L 250). Die Einsatzkräfte rücken mit drei Fahrzeugen aus und können das Feuer löschen, bevor es sich ausbreitet. Ersten Erkenntnissen zufolge ist die Ursache ein brennender roter Rucksack, auch Brandbeschleuniger wird laut Polizeiangaben nachgewiesen. Die Ermittlungen dauern an.

Obwohl es in der Nacht geregnet hat, ist der Waldboden nur an der Oberfläche nass. „Im Boden haben wir mit der Wärmebildkamera noch 500 Grad gemessen“, erklärt Brandmeister Jürgen Kaune. Stadtförster Thomas Göllner fügt hinzu: „Die derzeitige Trockenheit ist nicht zu vergleichen mit allem, was wir aus der Vergangenheit kennen.“ Er warnt nochmals eindringlich vor offenen Feuern oder brennenden Zigarettenkippen: Es herrscht die höchste Stufe der Waldbrandgefahr. Der Waldboden ist völlig ausgedörrt. Erst in etwa 80 Zentimetern Tiefe wird stößt man wieder auf Feuchtigkeit. Göllner weist nochmal auf die Gesetzeslage hin: Vom 1. März bis zum 31. Oktober gilt in Niedersachsen laut dem Niedersächsischen Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung: In Wald, Moor und Heide sowie in der Nähe ist es verboten Feuer anzuzünden oder zu rauchen. Generell darf nur auf auf ausgewiesenen Plätzen gegrillt oder mit Feuer hantiert werden.

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