Prozess: 41-Jähriger zündet seine Wohnung an, weil er keine Ruhe findet

Ein Feuer, das Rätsel aufgibt

Uelzen. Es ist eine Tat, die wohl nicht nur der Vorsitzende Richter Rainer Thomsen „rational nicht nachzuvollziehen“ vermochte, wie er sagte: Ein 41-jähriger Mann muss sich gestern wegen schwerer Brandstiftung vor dem Amtsgericht Uelzen verantworten.

Der Mann gesteht, seine Wohnung im ersten Stock eines Mehrfamilienhauses am Uelzener Hagenskamp sowie den Kelleraufgang angezündet zu haben. Doch die Verhandlung wird gestern nach einer halben Stunde ausgesetzt – Richter, Verteidigung und Staatsanwaltschaft wollen ein psychiatrisches Gutachten über den 41-Jährigen haben.

Der zurzeit arbeitslose Fliesenleger macht zwischenzeitlich den Eindruck, der Verhandlung nicht mehr folgen zu können, wirkt müde und teilnahmslos. Mit leiser Stimme, in kurzen Sätzen schildert er das Geschehen vom frühen Morgen des 18. Februar dieses Jahres: Wie er seine Ein-Zimmer-Wohnung mit Kleidungsstücken und Benzin anzündete, um all sein Hab und Gut zu vernichten. „Ich wollte mein Inventar verbrennen, damit es nicht in falsche Hände kommt“, sagt der Mann.

Von Ines Bräutigam

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